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Keime : Erreger in Waschbecken und Wäsche

Viele Menschen übersehen tatsächliche Keimgefahr

08.05.2006

Viele Menschen nehmen sich an den falschen Orten in Acht vor Bakterien - und übersehen die Keimgefahr dort, wo sie wirklich besteht. Dieser Ansicht ist jedenfalls der US-amerikanische Mikrobiologe Charles Gerba von der University of Arizona, der die Anzahl der Bakterien auf unterschiedlichen Gebrauchs-Gegenständen des Alltags untersucht hat.

Den Laboranalysen zufolge zählen Tastatur und Telefon zu den am meisten von Keimen besiedelten Oberflächen in Büro und Haushalt. Das gelte insbesondere dann, wenn diese Geräte von mehreren Menschen verwendet werden. Der Druckknopf beim Aufzug, die Griffe und Tasten eines gemeinsam benutzten Mikrowellenherds oder der Zimmerbrunnen im Büro seien dagegen vergleichsweise unbedenklich.

Desktop als Hygieneflop

Eine durchschnittliche Schreibtisch-Oberfläche, so berichtet Gerba weiter, beherberge rund 400 Mal mehr Bakterien als ein gewöhnlicher Toilettensitz. Doch würden Schreibtische aus mangelndem Bewusstsein darüber nur selten geputzt. Gleichermaßen werde auch das Vorkommen von Erregern auf Waschbecken unterschätzt.

Dabei habe ein feuchtes Waschbecken "alles, was ein Bakterium mag", erläutert Wasserspezialist Gerba. Im Waschbecken in den eigenen vier Wänden finden sich daher meist mehr Keime als im WC - beispielsweise der Erreger Escherichia coli, der Verdauungsstörungen hervorrufen kann. Eine weitere Bakterienschleuder, so ergab Gerbas Analyse, sind die Spülungen von Pissoirs.

Kurzwaschgang lässt Keime leben

Weitgehend unbekannt sei auch, dass sich auf frischer Wäsche zahlreiche Bakterien tummeln. Kurzwaschgänge und Temperaturen unter 60 Grad sorgen dafür, dass viele Keime die Wäsche überleben. Folglich sollte man derlei Programme nicht auswählen oder nach dem Aufhängen solcher Waschladungen die Hände reinigen - ebenso wie nach dem Kochen. Denn nicht zuletzt der Umgang mit Nahrungsmitteln, vor allem rohem Fleisch, sei ein Weg, mit Keimen in Berührung zu kommen, so Gerba.

Wie der Mikrobiologe betont, wolle man mit diesen Erkenntnissen keine Panik auslösen. Doch könnte der Kontakt mit Bakterien, und damit die Ansteckung mit Krankheiten wie Erkältungen oder Durchfall, durch einfache Maßnahmen verringert werden - und zwar vor allem durch Händewaschen.

Quelle: Reuters Health

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