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Kälte und Kopfschmerzen

Viele Menschen klagen über Wetterfühligkeit


Das Wetter hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit. Davon ist etwa jeder Fünfte überzeugt. Besonders die über 60-Jährigen bezeichnen sich als wetterfühlig. Starker Wind und Kälte werden am häufigsten für die Beschwerden verantwortlich gemacht, zu denen in erster Linie Kopfschmerzen mit einem Anteil von 60 Prozent gehören.

Allerdings lassen sich durch Kälte oder Wind bedingte Kopfschmerzen wissenschaftlich in dieser Größenordnung nur schwer erklären. Welche Erklärungsmodelle gibt es nun?

Gut untersucht ist beispielsweise der "Eiscreme-Kopfschmerz". Wer zügig eiskalte Getränke oder Eiscreme zu sich nimmt, kühlt die Mundschleimhaut ab. Die in der Schleimhaut und darunter liegenden Blutgefäße "verkrampfen" durch die plötzliche Kälte. "Dies führt kurzfristig zu heftigen Kopfschmerzen im Stirnbereich oder an den Schläfen", erläutert Dr. Dietmar Krause, Leiter des Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz. Migränepatienten sind davon häufiger betroffen als diejenigen, die bevorzugt mit Spannungskopfschmerzen zu tun haben, ergänzt der Schmerzexperte. "Im Extremfall kann der Kältereiz sogar eine Migräneattacke auslösen", so Krause.

"Kalter Wind ruft die Beschwerden durch eine Verkrampfung der Kopfmuskulatur hervor", erklärt Dr. Martin Gessler, Neurologe aus München. Eine Mütze oder andere Kopfbedeckungen können das Schlimmste verhindern, rät der Experte. Kopfschmerzen werden aber nicht nur direkt durch Kälte oder kalten Wind ausgelöst, sondern auch indirekt – durch die Folgen einer Erkältung. Husten-Kopfschmerz ist unter Medizinern ein bekanntes Phänomen. "Durch Husten und Niesen, aber auch durch Lachen und das Heben schwerer Gegenstände kann es bei empfindlichen Menschen zu starken, aber meist nur kurz andauernden Kopfschmerzen kommen", weiß Gessler.

Menschen, die auf Kälte mit Kopfschmerzen reagieren, tun gut daran, starke Temperaturschwankungen zu meiden. Meist sind die Kälte bedingten Beschwerden nur von kurzer Dauer. Halten sie aber dennoch länger an, sind rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke das Mittel der Wahl. Denn es gilt eine Verschlimmerung so früh wie möglich zu stoppen, damit sich der Schmerz nicht aufschaukelt und dann schwerer zu bekämpfen ist. Einer neuen Studie zufolge sind Kombinationspräparate mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein am wirksamsten. Die Dreierkombination beschleunigt den Wirkeintritt und lindert den Schmerz besser als andere Schmerzmittel, so das Ergebnis der Studie.

Quelle: dgk

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