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Helfen Joghurt und Wellnessdrink der Gesundheit ?

Viele Versprechungen der Produktwerbung sind überzogen

12.03.2007

Magermilch mit 0,1 Prozent Fett, Fastenmilch mit 0,9 Prozent Fett, Light-Milch mit 1,5 Prozent Fett und auch noch laktosefreie Milch. "Das Lebensmittelangebot wird für Konsumenten immer unüberschaubarer", sagt AK Ernährungsexpertin Petra Lehner. "Die Werbung verspricht viel, und dieProdukt-Kennzeichnung ist oft verwirrend und unverständlich." Hinzu kommt, dass VerbraucherInnen nicht wissen (können), wie viel Vitamine oder Kalzium sie brauchen, oder ob Aloe Vera, probiotische Bakterien oder Himalajasalz überhaupt nötig sind. Eine neue Arbeiterkammer-Broschüre "Fitmacher oder Konsumentennepp" klärt die VerbraucherInnen auf.

Geht es nach der Werbung, möchte man glauben, dass VerbraucherInnen ohne Produkte mit dem gewissen Gesundheits-Etwas nicht mehr auskommen, z.B. Brot mit Vitaminen, Joghurts mit guten Bakterien, Wellnessgetränke gedopt mit Kräutern, Margarine mit Omega-3-Fettsäuren oder Kalziumschokolade für starke Knochen. All das soll frühzeitigem Altern, Haut- und Zellschäden, brüchigen Knochen, Leistungsschwäche oder Verdauungsproblemen vorbeugen. Kann man heute überhaupt noch ohne Nahrungsergänzung überleben? Hat die Industrie alle "gesunden" Bestandteile nun endgültig aus unserem Essen entfernt, dass heute so viel wieder extra zugesetzt werden muss? Sind die neuen Joghurt tatsächlich gesünder als die herkömmlichen, nur weil "pro", "prä" oder "vital" draufsteht?

"Viele Versprechungen sind überzogen", schlussfolgert Lehner. In einer neuen AK Broschüre "Fitmacher oder Konsumentennepp" sind die AK Konsumentenschützer diesen Fragen nachgegangen und kommen zum Schluss, dass Nahrungsergänzungsmittel und funktionelle Lebensmittel "Luxus" sind. Sie kosten meist mehr, und KonsumentInnen brauchen sie nicht unbedingt. "Eine gesunde Ernährung ist mit normalen Lebensmitteln möglich", betont Lehner. "Nur in manchen Lebenssituationen sind speziell angereicherte Produkte oder Nahrungsergänzungen tatsächlich sinnvoll oder nötig, z.B. in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit oder bei Lebensmittelallergien", erklärt die AK Ernährungsexpertin.

Die neue AK Broschüre "Fitmacher oder Konsumentennepp - Nahrungsergänzungen und funktionelle Lebensmittel, wer braucht sie wirklich" erklärt grob die Zusammenhänge zwischen Essen und Gesundheit. Außerdem beleuchtet die Broschüre welche Nahrungsergänzungen und funktionelle Lebensmittel es heute in Österreich gibt und wann es wirklich Sinn macht, sie zu essen. Die Broschüre kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden.

Quelle: AK

 

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