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Internet-Apotheken im Test : kaum Preisvorteile

"Konsument"-Test zeigt: Beträchtliche Versandkosten. Teilweise lange Lieferdauer.

19.01.2006

Online-Apotheken boomen: Zwar deckt sich die überwiegende Mehrheit der Österreicher nach wie vor lieber in der Apotheke vor Ort mit Medikamenten ein, doch die Zahl derer, die ihre Arzneimittel online einkaufen, nimmt stetig zu. Das Testmagazin "Konsument" hat – in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Verbraucherzentrum Wien – für seine Februar-Ausgabe bei 14 ausländischen Online-Apotheken rezeptfreie und –pflichtige Medikamente bestellt. Bewertet wurden Benutzerfreundlichkeit, Zahlungsweise, Abwicklung der Bestellung und Lieferkosten. Fazit: Internet-Apotheken sind nicht automatisch günstiger. Versandgebühren und Aufschläge auf Kreditkartenzahlung können den Kaufpreis verdoppeln.

Wer sich durch das Angebot der Internet-Apotheken klickt, freut sich über die oft günstigen Preise. Die böse Überraschung gibt’s dann meist nach dem Bestellen: Versandgebühren zwischen 4 und 15 Euro, im Extremfall bis zu 30 Euro (für Sendungen bis zu einem Kilo), und Zuschläge von bis zu vier Prozent bei Kreditkartenzahlung machen die Mehrzahl der Produkte deutlich teurer als in der Apotheke ums Eck. "Vor allem bei kleinen Einzelpackungen rechnet sich der Onlinekauf daher meist nicht", informiert Michael Wasicky, "Konsument"-Gesundheitsexperte und empfiehlt daher, en gros zu bestellen oder Sammelbestellungen aufzugeben. Preiswerter ist die Lieferung gegen Vorkasse, doch von dieser Zahlungsabwicklung rät Wasicky ab: "Zwar bieten viele Apotheken ein 14-tägiges Rücktrittsrecht, doch ob und wie das in der Praxis funktioniert, zeigt immer erst der Einzelfall."

Die Benutzerfreundlichkeit der einzelnen Internet-Apotheken ist ebenso unterschiedlich wie die Lieferzeit. "Wer schnell ein Medikament benötigt, wählt besser die Apotheke ums Eck", empfiehlt Wasicky. Einige Sendungen kamen zwar schon am zweiten Tag an, dafür trudelte das letzte Päckchen erst nach 17 Tagen ein.

Im "Konsument"-Test schneidet nur www.1-apo.de"sehr gut" ab: Sie punktet mit Gratisversand und benutzerfreundlichem Webauftritt, nur die Lieferzeit ist etwas lang. Durchgefallen sind dagegen die beiden Internetapotheken www.getpharma.com und www.europeanmed.com - sie haben rezeptpflichtige Medikamente ohne entsprechendes Rezept verschickt. Letztere schickte zudem die bestellten Tabletten lose und in Cellophanhülle verpackt. Eine absolut inakzeptable und ungesetzliche Form des Arzneimittelverkaufs. Derartige ungekennzeichnete Produkte können nämlich gefälscht sein, was sich in diesem Fall auch bestätigte.

"Konsument"-Tipp: Medikamente, die lose verpackt sind, oder bei denen die Angaben auf der Verpackung fehlen bzw. fehlerhaft sind, besser nicht einnehmen. Ebenso sollten Konsumenten bei mangelhaften oder fehlenden Gebrauchsinformationen bzw. dubiosen Bezugsquellen achtsam sein.


Was Konsumenten in puncto Zoll und Einfuhrgebühren zu beachten haben und wie die Internet-Apotheken im Detail abschneiden, steht in der "Konsument"-Februar-Ausgabe und online unter www.konsument.at.


 

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