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Insulin-Pens im Test : Überwiegend gute Ergebnisse

"Konsument"-Test zeigt: Geräte sind dosiergenau. Meist gute Handhabung.

23.10.2006

Insulinpens haben die Spritze fast vollständig verdrängt: Neun von zehn Zuckerkranken verabreichen sich ihre nötigen Insulindosen mit dem handlichen Pen. Das Testmagazin "Konsument" hat 12 Füll- und 4 Fertigpens einem Praxistest unterzogen. Erfreuliches Ergebnis: Die meisten Pens lassen sich gut bedienen. Alle Geräte dosieren genau.

60 Diabetiker prüften die Handhabung aller Pens, darunter 20 Personen mit eingeschränkter Sehfähigkeit oder Beweglichkeit der Finger - beides häufige Defizite bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf. Tester mit Beeinträchtigungen taten sich beim Bedienen einiger Geräte etwas schwerer.

Bei allen getesteten Pens entspricht die eingestellte Dosis immer der injizierten Insulinmenge. Während das Einstellen der Dosis an fast allen manuellen Geräten problemlos möglich war, zeigten halb- und vollautomatische Geräte Schwächen. Meist erwies sich das Dosierrädchen als zu schwergängig, die größten Probleme gab es mit dem "Diapen 3.1". Das Modell gehört insgesamt zu den am schlechtesten bewerteten Pens im Test und ist den meisten Patienten zu umständlich.

Diabetiker, deren Sehfähigkeit bereits nachgelassen hat, sind mit den beiden "HumaPens" sowie dem "OptiPen Pro1" gut bedient. Diese Modelle zeichnen sich durch große, kontrastreiche und deshalb gut lesbare Zahlen am Dosierrädchen aus.

Bei den meisten Pens lässt sich eine versehentlich zu hoch eingestellte Dosis durch Zurückdrehen des Dosierrädchens ohne Insulinverlust korrigieren. Allerdings ist das nicht bei allen Geräten ganz einfach, im Test stellten viele Diabetiker eine falsche Dosis ein.

Bei Füllpens besteht die Gefahr, dass es durch nicht eindeutige Bezeichnungen auf dem Rezept immer wieder zur Verwendung falscher Insulinpatronen kommt. Beim Erwerb neuer Patronen sollten Patienten daher immer auf das benutzte Penmodell verweisen.

Die Handhabung der verschiedenen Pens ist unterschiedlich und nicht jedes Modell ist für jeden Anwender geeignet. Eine Einschulung ist unbedingt notwendig. Egal für welches Gerät man sich letztlich entscheidet: Jeder insulinpflichtige Diabetiker bekommt die Kosten von der Krankenkasse ersetzt.

Praktische Tipps rund um die Verwendung von Insulinpens sowie detaillierte Testergebnisse erhalten Leser in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Konsument" sowie online auf www.konsument.at.

Quelle: VKI

 

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