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Innere Uhr beim Mensch durch Essenszeit bestimmt

Schlaflosigkeit von Schichtarbeitern therapierbar

17.07.2006

Die neuesten Erkenntnisse in der Erforschung der inneren Uhr sollen zukünftig Personen wie Schichtarbeitern, die Schwierigkeiten mit einem normalen 24-Stunden-Rhythmus haben, helfen. Um Störungen der inneren Uhr wie Schlaflosigkeit entgegenzuwirken, sind Therapiemaßnahmen wie zeitlich genau eingehaltene Essenszeiten oder chronobiologische Arzneimittel wie beispielsweise Melantonin, die als Rhythmusgeber fungieren, möglich.

Die innere Uhr steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus, den Stoffwechsel, den Appetit und die Aktivität innerer Organe. Sie befindet sich im suprachiasmatischen Kern (SCN) des Gehirns, hinter den Augen, in der Nähe des Sehnervs. "Der SCN ist das Koordinationszentrum der inneren Uhren des Körpers", so Maximilian Moser, Chronobiologe am Institut für Nichtinvasive Diagnostik in Weiz. Jede Zelle enthält eine innere Uhr, die ebenfalls einen Rhythmus hat. Über Hormone übermittelt sie dem Körper und dem Nervensystem ihren Takt. Damit kann der Körper zum Beispiel auf Veränderungen im Stoffwechsel reagieren. Es gibt fast keine Vorgänge, die ohne Rhythmusgene ablaufen. Ist die innere Uhrgestört, kann dies Krebs verursachen, erklärt Moser. Beispielsweise hat eine Studie bewiesen, dass sich innerhalb von sieben Jahren bei Frauen, die Nachtschichten arbeiten, das Brustkrebsrisiko um 50 Prozent erhöht, so Moser weiter.

Neben der zentralen inneren SCN-Uhr gibt es im Körper eine weitere Zellgruppe, die eine innere Uhr hat und die sich in der Peripherie des Körpers befindet und nicht vom SCN, sondern durch Essenszeiten beeinflusst wird. Vielmehr geben bestimmte Essenszeiten den Takt für die peripheren Uhren vor. Damit lässt sich auch die SCN-Uhrüber die Nahrungsaufnahme neu einstellen. SCN reagiert damit viel sensibler auf die Stoffwechselvorgänge als bisher angenommen. Dies berichteten Forscher der Universität Straßbourg. Die 'innere Uhr' wird durch verschiedene Zeitgeber beeinflusst, wie beispielsweise der Essenszeit, der Temperatur, Licht, Trinken und auch durch soziale Zeitgeber wie dem Schlaf-Wach-Rhythmus des Partners, erläutert Moser.

Wissenschaftler des Niederländischen Instituts für Hirnforschung präsentierten außerdem ihre Forschungsergebnisse über den Weg der Signale des Körpers zum SCN. Sie stellten fest, dass Stoffwechselstörungen wie Bluthochdruck, Insulinresistenz und starkes Übergewicht entstehen, wenn die innere Uhr aus dem Takt gerät. Treten diese Krankheiten zusammen auf, sprechen die Experten vom metabolischen Syndrom. Dieses erhöht das Risiko der betroffenen Menschen für Schlaganfall oder Herzerkrankungen. Ein elementares Forschungsergebnis besagt, dass SCN nicht die zentrale Schaltuhr ist, sondern sich an die restlichen Funktionen des Körpers anpasst und damit dynamisch ist.

Quelle: pta

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