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Kampagne zur Stärkung von Herz / Kreislauf gestartet

Mein Herz und Ich. Gemeinsam gesund.

14.10.2008

Die gestern präsentierte Kampagne "Mein Herz und Ich. Gemeinsam gesund." stellt die nächsten beiden Jahre ganz ins Zeichen der Herz-Kreislaufgesundheit. Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) nimmt sich damit österreichweit eines der dringendsten Probleme des Gesundheitswesens an. Denn Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems sind nicht nur Ursachen für eine lebenslange Beeinträchtigung der Betroffenen, sondern für 44 % aller Sterbefälle in Österreich verantwortlich und damit Todesursache Nummer 1.

"Krankenhausaufenthalte als Folge von Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfällen nehmen mit 8 Millionen Spitalstagen auch in der Spitalsstatistik die erste Stelle ein. Das müsste jedoch nicht so sein, da die Risikofaktoren bekannt sind", erklärt Gesundheitsministerin und FGÖ-Präsidentin Dr. Andrea Kdolsky und setzt auf Gesundheitsförderung: "Der beste Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen ist ein gesunder Lebensstil: Ausgewogen essen, sich regelmäßig bewegen, weniger Stress und so wenig wie möglich Alkohol und Rauchen. Würden die Menschen das beherzigen, könnte mindestens die Hälfte der Herz-Kreislauferkrankungen vermieden werden."

Lebensstiländerung durch Bewusstseinsbildung

Mit seinem Schwerpunktprogramm "Mein Herz und Ich. Gemeinsam gesund." verfolgt der FGÖ das Ziel, bei allen Österreicherinnen und Österreichern Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jeder sich mit kleinen Verhaltensänderungen nach kurzer Zeit besser, vitaler und gesünder fühlen kann.

"Die Kampagne schlägt dabei einen völlig neuen Weg ein. Nicht die Wissensvermittlung steht im Mittelpunkt, sondern die Freude an einem gesunden Lebensstil", erklärt Mag. Christoph Hörhan, Leiter des FGÖ. Neben TV und Hörfunk-Spots, die - einfach und anschaulich umgesetzt - Lust auf gesunde Ernährung machen, Freude an der Bewegung vermitteln und die positiven Effekte von seelischem Wohlbefinden zeigen, finden sich auf der Internet-Plattform www.bummbumm.at eine Reihe von Angeboten für ein aktives und gesundes Leben.

Registrierte Mitglieder der "Gemeinsam gesund"-Community kommen in den Genuss von vielfältigen Vorteilsangeboten. Diese Angebote sollen bis Ende 2009 mehr als 200.000 Interessierte zu einer Bewegung zusammen schweißen. Ganz nach dem Motto "gemeinsam fällt es leichter, alte Gewohnheiten abzulegen und Freude am gesunden Lebensstil zu erfahren."

Die Basis der FGÖ-Initiative sind die regionalen Gesundheitsförderungs-Einrichtungen des AKS Austria mit ihren starken Vereinsstrukturen in den Bundesländern. Diese kennen die besten Mittel und Wege, um die Menschen dort zu erreichen, wo sie lernen, arbeiten und leben: Pendler werden während der Fahrt im Bus oder in der Bahn dazu motiviert, Bewegungsübungen und Gymnastik zu machen. Kochtreffs bringen speziell MigrantInnen näher, wie sich schmackhafte und gleichzeitig herzgesunde Gerichte zubereiten lassen. 

"Besonders  wichtige Zielgruppen wie Jugendliche und sozial Benachteiligte sind über Inhalte und Informationen schwer zu erreichen. Bei ihnen ist eine nachhaltige Lebensstiländerung am ehesten über die Vermittlung von Spaß und Freude erreichbar", weiß Mag. Christoph Hörhan.

In einer Hinsicht stößt aber auch die Gesundheitsförderung an Grenzen. "Beim gegenwärtigen Preisgefüge liefern zucker- und fettreiche Nahrungsmittel die meisten Kalorien pro Euro. Haushalte mit geringem Budget greifen deshalb bevorzugt auf diese Nahrungsmittel zurück, weil sie damit Geld sparen. Die Folgen lassen sich an der Zunahme von Übergewichtigen und Adipösen ablesen." weiß Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder vom Institut für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien und betont: "Aus Sicht der Gesundheitsförderung ist es wichtig, gesunde Lebensmittel günstiger anzubieten, denn nach dem Geschmack ist der Preis das wichtigste Kriterium beim Lebensmitteleinkauf."

Die Säulen eines gesunden Lebensstils

Der Fokus der Kampagnenaktivitäten liegt klar auf gesunder Ernährung, Bewegung und seelischer Gesundheit. Aber auch die Risikofaktoren Alkohol und Rauchen werden im Rahmen der Kampagne thematisiert.

Bewegung stärkt das Herz. Als wirksames Mittel für die Herz-Kreislaufgesundheit braucht es gar keine schweißtreibenden, anstrengenden Aktivitäten. Kleine Bewegungseinheiten, in den Alltag eingebaut, wirken viel nachhaltiger als einmalige sportliche Höchstleistungen. Auf 30 Minuten Bewegung sollte man täglich kommen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Dafür reicht es schon, kurze Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen, auf den Fahrstuhl zu verzichten und konsequent Treppen zu steigen oder ausgedehnt spazieren zu gehen.

Quelle: Fonds Gesundes Österreich
Ausgewogene Ernährung wirkt gleich auf mehreren Ebenen gesundheitsfördernd: Blutdruck und Cholesterinwerte bleiben im "grünen Bereich" und Übergewicht hat wenig Chancen. Die Grundregeln sind: Weniger Fleisch, Zucker- und Fetthaltiges, dafür mehr Gemüse, Obst, Getreide- und Milchprodukte. Dieses Rezept zeigt die Ernährungspyramide sehr anschaulich: Mehr von den Lebensmitteln an der Basis der Pyramide, weniger von denen an der Spitze.

Stress und seelische Belastungen können auf Dauer dem Herz schaden. Auf soziale Kontakte und seelisches Wohlbefinden zu achten ist deshalb gut für die Gesundheit. Wer überlastet ist, fordert am besten Hilfe an - vom Vorgesetzten, von Kollegen, Familie, Freunden, Nachbarn, etc. Positiv wirkt sich auch eine ausgleichende Freizeitbeschäftigung aus, idealerweise ein bisschen Bewegung. Problemlösung und Stressbewältigung kann man erlernen!

Suchtverhalten mit großem Risikopotenzial

Alkohol und Nikotin sind erwiesenermaßen Gift fürs Herz. Beide haben aber ein Suchtpotenzial, dass es schwer macht, den Konsum zu reduzieren oder damit aufzuhören. Hier ist professionelle Unterstützung notwendig. Der FGÖ kooperiert deshalb mit dem Rauchertelefon, das schon Tausende Aufhörwillige dabei unterstützt hat, mit dem Rauchen aufzuhören. Tests im Internet geben einen Hinweis. ob man den Alkoholkonsum im Griff hat oder professionelle Hilfe empfehlenswert wäre.

Servicestellen und Beratung:

Bei Fragen zum Thema Essen:
Ernährungshotline: 0810 810 227 (Mo-Fr 9-15 Uhr, max. 10 Cent/Minute) oder www.ernaehrungshotline.at 

Rauchertelefon 0810 810 013 (Mo-Fr 13-18 Uhr, max. 10 Cent/Minute) www.rauchertelefon.at ; E-Mail: info@rauchertelefon.at

Alkohol-Selbsttest
www.antonprokschinstitut.at/typo3/home/information/selbsttest.html

Quelle: FGÖ

 

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