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Hepatitis A und B : Impfaktion läuft wieder an

Österreicher unterschätzen die Gefahr von Hepatitis

27.03.2008

Hepatitis ist hoch ansteckend und kann jeden treffen. Mit rund 46 Prozent ist die Durchimpfungsrate nach wie vor viel zu gering. Österreichs Experten raten allen Österreichern, sich mit einer Impfung vor Hepatitis A und B zu schützen. Von 1. April bis 31. Mai 2008 findet wieder eine Hepatitis-Aktion in den Apotheken statt.

Die Ergebnisse einer aktuellen GfK-Studie zeigen, dass die österreichische Bevölkerung überraschend schlecht über Bedrohungsgrad und Übertragungswege von Hepatitis A und B informiert ist. "Nur jeweils 5 % halten das Risiko einer Infektion mit Hepatitis A bzw. B im Ausland für sehr hoch. Noch geringer wird das Ansteckungsrisiko in Österreich eingeschätzt. Auch bei den Übertragungswegen herrscht ein hohes Informationsdefizit", sagt Univ.-Prof. Dr. Herwig Kollaritsch von der Gruppenpraxis für Reisemedizin in Wien.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine hoch ansteckende Virusinfektion der Leber und wird durch verunreinigte Lebensmittel wie z. B. Meerestiere, Eiswürfel, Speiseeis, Salate, ungekochtes Gemüse und Früchte, durch verseuchtes Wasser und vor allem durch Schmierinfektionen übertragen.

Hepatitis B

Das Hepatitis B-Virus ist mehr als 100 mal ansteckender als HIV. Jährlich sterben weltweit mehr als 2 Millionen Menschen an den Folgen einer Hepatitis B, womit die gefährliche Virusinfektion an 10. Stelle der weltweiten Todesursachen steht. Alleine in Österreich gibt es rund 42.000 Virusträger, jährlich werden bis zu 5.000 Personen neu infiziert. Hepatitis B-Viren können über alle Körperflüssigkeiten - vor allem aber über Blut und Speichel - übertragen werden.

1.500 stationäre Spitalsaufenthalte pro Jahr

Gegen Hepatitis A existiert keine wirksame Behandlung, und die therapeutischen Möglichkeiten gegen Hepatitis B sind eingeschränkt. Rund 1.500 stationäre Spitalsaufenthalte pro Jahr sind in Österreich auf eine infektiöse Hepatitis zurückzuführen. Etwa 65 Menschen sterben jährlich an Hepatitis A, B oder C.

Österreichweite Impfaktion

Da nur die Impfung zuverlässigen Schutz vor Hepatitis A und B bietet, starten auch heuer wieder das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend, die Österreichische Apothekerkammer, die Österreichische Ärztekammer, das Österreichische Impf-Komitée und das Institut für Sozialmedizin eine österreichweite Hepatitis-Impfaktion. "Ziel der Hepatitis-Impfaktion und der Aufklärungskampagne ist es, allen Österreicherinnen und Österreichern bewusst zu machen, dass es auf die Hepatitis-Gefahr bloß eine Antwort gibt: Nur Impfen schützt!", sagt Frau Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen  Apothekerkammer.

Von 1. April bis 31. Mai 2008 liegen in allen öffentlichen Apotheken und bei Allgemeinmedizinern, Pädiatern und Gynäkologen Gutscheine auf, die in Informationsbroschüren integriert sind. Mit diesen Gutscheinen können die Impfstoffe gegen Hepatitis A oder Hepatitis A und B zu vergünstigten Preisen (Preisreduktion etwa 25 Prozent) in den Apotheken bezogen werden.

Schutz für Kinder und Jugendliche

Obwohl es gegen Hepatitis A eine wirksame Impfung gibt, sind viele Kinder und Jugendliche vor dieser Form der Leberentzündung noch immer nicht geschützt. Seit einigen Jahren wird zwar die Impfung gegen Hepatitis B generell im Rahmen des Österreichischen Kinderimpfkonzeptes und in den Schulen für die 13-jährigen - bisher nicht geimpften - Jugendlichen kostenlos angeboten, die Impfung gegen Hepatitis A jedoch nicht. Daher fehlt vielen Kindern und Jugendlichen der entsprechende Impfschutz. Anhand der Hepatitis A Fälle in Salzburg gewinnt die Empfehlung von Österreichs Impfexperten, sich gegen Hepatitis A und B impfen zu lassen immer mehr an Bedeutung.

"In Österreich leben viermal mehr Hepatitis B-Virusträger als HIV-Infizierte. Jugendliche sind aufgrund ihres Lebensstils besonders gefährdet, sich anzustecken", warnt Dr. Rudolf Schmitzberger, Impfreferent der Österreichischen Ärztekammer. Es ist daher besonders wichtig, bereits die Jugendlichen auf die Risiken der Hepatitis B aufmerksam zu machen und zur Impfung zu bewegen.

Quelle: ÖAK

 

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