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Hepatitis C

Österreichische Studie: neue Therapie mit guten Heilungschancen

In einer Pressekonferenz am 26. Mai 2004 wurden die Daten einer österreichischen Studie präsentiert, die einen Durchbruch bei der in Österreich am weitest verbreiteten und bisher schwer behandelbaren Genotyp 1 Hepatitis C aufzeigen: Durch die Entwicklung neuer Medikamente konnte die Heilungsrate von Hepatitis C in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert werden. Mit Hilfe der neuen, seit rund zwei Jahren in Österreich zur Anwendung kommenden Therapie mit pegylierten alfa-Interferonen in Kombination mit Ribavirin können nun lt. den Autoren der Studie praktisch alle Patienten, die mit Hepatitis C Genotyp 2 und 3 infiziert sind, geheilt werden.

Die in Europa und Österreich häufigste Form der Hepatitis C vom Genotyp 1 war aber nach wie vor nur schwer behandelbar. Internationalen Studien zu Folge lagen die Heilungschancen bei diesem Untertyp bei der Behandlung mit herkömmlichen Interferonen bei rund 36%, bei der Therapie mit den länger wirkenden und besser verträglichen pegylierten Interferonen (z.B. PEGASYS(R)) bei 44%.

Durch die von Roche Austria durchgeführte Studie wurde aufgezeigt, dass die neue Therapie auch bei dem bisher schwer behandelbaren Genotyp 1-Virus hervorragende Ergebnisse bringt, erklärt der Hepatologe Univ.-Prof. Dr. Peter Ferenci vom AKH Wien.

  • Bei Interferon-sensiblen Genotyp 1-Patienten liegen die Heilungschancen bei bis zu 87%! Das bedeutet: Mit der Medikamentenkombination PEG-Interferon alfa 2a (PEGASYS(R))/Ribavirin (COPEGUS(R)) haben auch bisher schwer behandelbare Genotyp 1-Patienten, die Interferon-sensitiv sind, fast die gleichen Heilungschancen wie Patienten mit Genotyp 2 oder 3.

  • Ein Drittel der Patienten, die nicht auf eine Therapie mit Standardinterferonen (also nicht-pegylierten Interferonen) ansprechen, können durch eine 48-wöche Therapie mit PEGASYS(R)/COPEGUS(R) geheilt werden!
  • Individuell maßgeschneiderte Therapie wird möglich

Die Voraussage der Ansprechwahrscheinlichkeit wird in Zukunft helfen, die Dauer der Therapie zu individualisieren. Dies wird derzeit in einer weiteren österreichweiten Studie überprüft.

"Die Botschaft auf Grund der vorliegenden Ergebnisse ist eindeutig", meint Prim. Univ.-Doz. Dr. Michael Gschwantler, vom Wilhelminenspital in Wien, "Die Therapie der Hepatitis C zahlt sich durchaus aus! Es müssen Anstrengungen unternommen werden, die Patienten frühzeitig zu identifizieren und sobald wie nur möglich einer - individuell maßgeschneiderten - Therapie zuzuführen. Je früher therapiert wird, desto besser die Heilungschancen!"

Denn das "Typische" an dieser Erkrankung ist, dass sie keine typischen Symptome hat. Hepatitis C nimmt in 80% aller Fälle einen chronischen Verlauf und bleibt zumeist über Jahre hinweg völlig unbemerkt. So wird sie - wenn überhaupt - meist durch Zufall oder erst so spät entdeckt, dass bereits Komplikationen oder irreparable Schäden aufgetreten sind.

"Mir ging es gar nicht so schlecht", berichtet eine ehemals Betroffene bei der Pressekonferenz, "Ich hatte vielmehr Angst vor den möglichen Spätfolgen - Leberzirrhose, Leberversagen und Leberkarzinom - meiner chronischen Hepatitis C. Das war der Grund, weshalb ich mich zur Therapie entschloss." Sie nahm auch an der österreichischen Studie teil und gilt nun als geheilt. "Dennoch möchte ich anonym bleiben, da ich voraussichtlich noch 5 Jahre beruflich tätig sein werde. Andererseits würde ich mir wünschen, offen darüber sprechen zu können, um anderen Betroffenen Mut zu machen, sich einer Therapie zu unterziehen."

"Leider erfahren die Betroffenen durch Unwissenheit und Vorurteile noch immer Ausgrenzung," ergänzt Dr. Martin Hangarter, Geschäftsführer des Studienauftraggebers Roche Austria. "Dabei erfolgt die Übertragung ausschließlich durch Blut. Im alltäglichen sozialen Umgang besteht keine Ansteckungsgefahr!"

Quelle: medical media


Nähere Informationen zur Krankheit Hepatitis finden Sie auf der folgenden Seite bei unserem Partner Netdoktor.at ...





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