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Grippe-Schutzimpfung - Impfstoffe im Vergleich

Die Grippeimpfung ist verträglicher als viele andere

Jährlich sterben in Österreich 6.000 Menschen an einer Virusgrippe, die Zahl der Erkrankungen liegt bei rund 380.000. Doch die Grippegefahr wird hierzulande immer noch unterschätzt, die heimische Durchimpfungsrate beträgt lediglich 12 Prozent. Jetzt ist für eine Impfung gerade noch die richtige Zeit. Das Testmagazin "Konsument" hat sich deshalb jene Impfstoffe angesehen, die am österreichischen Markt erhältlich sind.

Wer sich impfen lassen will, muss sich den Impfstoff selbst in der Apotheke besorgen und ihn auch selbst bezahlen. Ärzte führen die Impfung gegen ein Impfhonorar von 10 bis 12 Euro durch. Was kaum jemand weiß: Es gibt neun verschiedene Impfstoffe am heimischen Markt. Aber nur wenige Apotheken haben alle Produkte lagernd. Das liegt unter anderem daran, dass die Pharmaindustrie ihren Abnehmern Mengenrabatte gewährt. Apotheker sind daher sehr daran interessiert, möglichst viel von einem Präparat zu verkaufen.

Die Produkte unterscheiden sich zwar in punkto Verträglichkeit, Wirksamkeit und Preis voneinander, setzen sich aber alle aus denselben Virusstämmen zusammen. Es gibt spezielle Impfstoffe für Ältere, für Kinder (von 6 Monaten bis zu 3 Jahren) und für Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko. Die Preise für Grippeimpfstoffe reichen von 10,80 Euro für die Kinderpackung bis zu 16,95 Euro für ein spezielles Senioren-Präparat. Kinder bis zum 3. Lebensjahr werden zweimal im Abstand von vier Wochen mit einem Kinderimpfstoff oder mit halber Erwachsenen-Dosis geimpft. Letzteres ist für Eltern besonders ärgerlich und teuer: Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Hälfte des in der Fertigspritze enthaltenen Impfstoffes wegzuwerfen. Das birgt auch Gefahren: Ohne klare Markierung auf der Spritze kann es passieren, dass dem Kind zu viel (oder zu wenig) injiziert wird. Nur den Impfstoff "Vaxigrip Junior" gibt es auch in einer Kinderpackung, die lediglich die halbe Dosis enthält und damit deutlich billiger kommt.

Die Verträglichkeit ist bei allen Impfstoffen generell recht gut. Die Nebenwirkungen beschränken sich im Allgmeinen auf Rötungen, Schwellungen der Haut, Fieber oder Schüttelfrost – selten kann es vorübergehend zu Erkrankungen des Nervensystems oder zu Lähmungserscheinungen kommen.

Grippe ist eine lebensgefährliche Krankheit mit hoher Ansteckungsgefahr. Kinder, Senioren (ab 60) und immungeschwächte oder chronisch kranke Personen sollten sich daher unbedingt impfen lassen. Eine Impfung dient nicht nur dem eigenen Schutz, sondern unterbindet auch die Verbreitung der Virusgrippe. Es gibt nur einen Personenkreis, bei dem von einer Impfung eher abgeraten wird: Kinder vor Vollendung des 6. Lebensmonats und Schwangere während der ersten drei Schwangerschaftsmonate.

Die Dezember-Ausgabe 2004 des Testmagazin "Konsument" gibt Auskunft über alle in Österreich erhältlichen Grippe-Impfstoffe und informiert, welche Präparate für welchen Personenkreis geeignet sind. Alle Info’s zum Bericht finden Sie auch online auf der Webseite des Verein für Konsumenteninformation ...

Quelle: VKI



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