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Glutamat im Essen : Unbedenklich oder nicht ?

Lebensmittel in denen Glutamat enthalten ist, müssen gekennzeichnet sein

13.02.2007
 
Lt. einem Bericht der Gesellschaft für Ernährungsheilkunde können Geschmacksverstärker wie Glutamat Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Bluthochdruck, Migräne oder Multiple Sklerose auslösen. Oft istGlutamat auf den Verpackungen nicht deklariert, sondern verdeckt als Würzsalz oder Geschmacksverstärker angeführt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) gibt dagegen Entwarnung. "Vorliegende wissenschaftliche Bewertungen beurteilen Glutamat als gesundheitlich unbedenklich", erklärt Silke Restemeyer, Pressesprecherin der DGE.

Glutamat als Geschmacksverstärker ist der wichtigste Zusatzstoff in industriellen Nahrungsmitteln wie Gewürzmischungen, Fertigsuppen und -soßen sowie in anderen Fertiggerichten. In höherer Konzentration soll Glutamat als Nervengift wirken und an der Entstehung von Alzheimer, Parkinson und Multipler Sklerose beteiligt sein. Außerdem vermuten Wissenschaftler, dass ein überhöhter Glutamatkonsum Auslöser von Fettleibigkeit ist. Denn Glutamat regt im Gehirn die Wachstumssteuerung an und ruft gleichzeitig ein künstliches Hungergefühl hervor, so die Gesellschaft für Ernährungsheilkunde. "Dazu liegen bislang keine Studien vor, die diesen Zusammenhang wissenschaftlich bestätigen", erklärt Restemeyer. Weiterer Forschungsbedarf besteht aber für Risikogruppen wiePersonen mit eingeschränkter Darmfunktion oder bei Personen mit Lebererkrankungen. Bei ihnen müsse überprüft werden, ob nach Verzehr von glutamathaltigen Lebensmitteln ein erhöhter Plasmaspiegel auftritt oder nicht. Denn bei einzelnen Personen können nach dem Genuss von Glutamat Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Zur gesundheitlichen Beurteilung von Lebensmitteln bestätigt die Senatskommission der Weltgesundheitsorganisation WHO, dass bei Verwendung üblicher Mengen an Lebensmitteln mit Glutamat eine neurotoxische Wirkung nicht zu befürchten sei. Nach bisher vorliegenden Studien kannGlutamat als Würzmittelalso verwendet werden, so die Senatskommission. Verpackte Lebensmittel, denen Glutamat zugesetzt ist, müssen nach der Lebensmittel-Kennzeichnungs-Verordnung den Hinweis "Geschmacksverstärker" tragen oder mit einer entsprechenden E-Nummer (E 620 bis E 625) gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnungspflicht gilt auch für "lose" Ware sowie für Kantinen- und Gaststättenverpflegung, wo ein entsprechender Hinweis auf der Speisekarte erforderlich ist. Damit hat der Verbraucher die Möglichkeit, diese Lebensmittel zu meiden und sich aktiv vor Überempfindlichkeitsreaktionen zu schützen, erläutert Restemeyer abschließend.

Quelle: pt

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