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Glaukom oder " Grüner Star " : Gefahr ab 40 Jahren

Früherkennung und -behandlung kann Fortschreiten der Erkrankung eindämmen

06.03.2008

Glaukom ist weltweit mittlerweile die zweithäufigste Blindheitsursache, dramatisch ist die Situation vor allem in Entwicklungsländern. Der erste "Welttag zu Glaukom" am 6. März 2008 soll Bewusstsein schaffen: Symptome bleiben oft jahrelang unbemerkt, nur regelmäßige augenärztliche Untersuchungen ermöglichen eine Früherkennungund rechtzeitige Behandlung. 44 % (!) der rund 8.000 blinden Menschen in Österreich leiden an Glaukom.

Glaukom, auch unter dem Namen "Grüner Star" bekannt, ist eine gefährliche Augenerkrankung. Glaukom kann man nicht heilen, sondern nur das Fortschreiten der Erkrankung eindämmen. Unentdeckt und unbehandelt führt sie zu einer zunehmenden Schädigung des Sehnervs und letztlich zu irreversibler Erblindung. Schätzungen der WHO zufolge sind weltweit rund 4,5 Millionen Menschen an Glaukom erblindet.

Mit Glaukom wird keine Einzel-, sondern eine ganze Gruppe von Augenerkrankungen bezeichnet. Allen Formen gemeinsam ist, dass der Sehnerv fortschreitend geschädigt wird, was zu Ausfällen und Einengung des Gesichtsfeldes und - unentdeckt und unbehandelt - letztlich zu irreversibler Erblindung führt. Die häufigste Ursache für diese Sehnervenschädigung ist ein krankhaft erhöhter Augeninnendruck.

Medizinisch gesehen lassen sich Offen- und Engwinkel-(oder Winkelblock-)Glaukome unterscheiden. Die weitaus häufigere Form, vor allem bei älteren Menschen, ist das primäre Offenwinkelglaukom. Es beginnt unbemerkt bzw. macht sich erst spät bemerkbar, weil beginnende Gesichtsfeldausfälle das zentrale Sehen zunächst nicht beeinflussen und die Ausfälle durch das andere Auge kompensiert werden. Behandelt wird das Offenwinkelglaukom mit Augentropfen, die den Augendruck senken. Beim Großteil der so behandelten Patienten ist diese medikamentöse Behandlung ausreichend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Wenn keine ausreichende Senkung des Augeninnendruckes durch die Behandlung mit Augentropfen erzielt wird, kommen auch Laserbehandlung und Operation in Frage.

Bei der bei Europäern selteneren Form, dem akuten Glaukom-Anfall im Rahmen eines Engwinkelglaukoms, führt ein plötzlicher starker Anstieg des Augeninnendruckes zu Sehverschlechterung und einseitigen Kopfschmerzen um das betroffene Auge. Bei schweren Fällen kann es zu allgemeinem Krankheitsgefühl mit Übelkeit und Erbrechen kommen. Nach medikamentöser Vorbehandlung ist häufig eine Laserbehandlung des
betroffenen Auges ausreichend um den Augeninnendruck wieder zu normalisieren.

In Österreich sind mehr als 80.000 Menschen von Glaukom betroffen. 3.500, also rund 44 Prozent, der insgesamt 8.000 blinden Menschen sind an Glaukom erkrankt. Der so genannte "Grüne Star" ist damit auch bei uns eine unterschätzte Augenerkrankung. "Ab dem 40. Lebensjahr erkranken in der westlichen Welt etwa 2 % aller Menschen an Glaukom", erklärt der Glaukom-Experte OA Dr. Karl Rigal, Augenarzt am Wiener Hanuschkrankenhaus und ehrenamtliches Vorstandsmitglied von 'Licht für die Welt'.

Dramatisch aber ist die Situation vor allem in der Dritten Welt, wo der Großteil der von Glaukom Betroffenen lebt und 90 % gar nicht wissen, dass sie an dieser Augenerkrankung leiden. Schuld daran ist fehlendes Wissen, Mangel an Medikamenten und Mechanismen zu deren Verteilung, unzureichende augenmedizinische Einrichtungen und der eklatante Mangel an augenmedizinischen Fachkräften "Im Gegensatz zum österreichischen Gesundheitssystem, das mit seinem dichten Netz von Augenärzten regelmäßige Untersuchungen gewährleistet, lässt die mangelnde augenärztliche Versorgung in Entwicklungsländern Glaukom selbst im Fall einer Diagnose zur häufigsten Ursache von nicht behebbarer Erblindung werden", weiß Rigal von seinen zahlreichen Hilfseinsätzen in den Armutsgebieten unserer Erde, bei denen er Glaukom-Operationstechniken an einheimische Kollegen weitergibt.

Quelle: www.licht-fuer-die-welt.at

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