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Giftige Pilze : Was bei einer Pilzvergiftung zu tun ist

Gefährliche Doppelgänger

01.09.2009


In Mitteleuropa gibt es rund 6.000 bekannte Pilzarten. "Rund 150 davon gelten als Giftpilze", berichtet Rudolf Hribernig, leitender Notarzt am ÖAMTC-Flugrettungsstützpunkt Christophorus 11 in Klagenfurt. "Dennoch kommt es auf Grund von Verwechslungen Jahr für Jahr zu Pilzvergiftungen, die mitunter auch tödlich enden können." Giftpilze sind nämlich mit Speisepilzen oft verwandt und diesen daher meist täuschend ähnlich. Auch die Notarzthubschrauber des ÖAMTC müssen mehrmals im Jahr abheben, um Patienten nach Pilzvergiftungen zu versorgen und in ein geeignetes Krankenhaus zu fliegen.

Im Wesentlichen unterscheidet man Pilzvergiftungen durch den Zeitpunkt des Auftretens der Vergiftungssymptome. "Je später die ersten Vergiftungssymptome nach dem Verzehr der Pilze auftreten, desto gefährlicher ist die Vergiftung", erläutert der ÖAMTC-Notarzt. "Vergiftungssymptome, die innerhalb der ersten vier Stunden nach einer Mahlzeit auftreten, sind vergleichsweise harmlos." Meist klingen die teilweise sehr unangenehmen Beschwerden nach einigen Tagen wieder von selbst ab. Generell sind die Symptome einer Pilzvergiftung sehr variabel und hängen auch von Art und Menge der verzehrten Pilze ab. "Die Beschwerden reichen von Übelkeit, Durchfall und Erbrechen, über Schweißausbrüche, Unruhe oder Müdigkeit bis hin zu Verwirrtheit und Halluzinationen", erklärt Hribernig vom ÖAMTC-Flugrettungsstützpunkt in Klagenfurt. "Dennoch sollte man beim dringenden Verdacht einer Pilzvergiftung keine 'Hausmittel' anwenden, sondern umgehend über den Notruf 144 professionelle Hilfe anfordern." Besonders wichtig ist es auch, Reste der Mahlzeit oder Erbrochenes aufzuheben. Dadurch können Ärzte die Art des Giftes feststellen und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten.

"Da Pilze schnell verderben, sollten sie nur in luftdurchlässigen Gefäßen wie zum Beispiel Körben gesammelt und danach kühl gelagert werden", rät der ÖAMTC-Notarzt abschließend. "Um einer bakteriell bedingten Lebensmittelvergiftung vorzubeugen, sollten Pilzgerichte auch immer frisch zubereitet werden."

Quelle: ÖAMTC

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