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Woran Sie falsche Gesundheitsmittel erkennen

Finger weg von vermeintlichen Wundermitteln

24.11.2005

Sie versprechen sensationelle Erfolge und Wunder: "Medikamente", die gegen Übergewicht, Impotenz, Haarausfall oder Ähnliches helfen sollen. "Vorher-Nachher-Bilder" belegen den Effekt, Originalzitate von schwärmenden, hoch zufriedenen Patienten oder "berühmten Wissenschaftlern", meist ausländischen Apothekern, Professoren oder Ärzten, sollen die Wirksamkeit garantieren.

Doch Vorsicht! Wenn das Mittel vermeintliche Erfolge in großformatigen Anzeigen mit solchen Belegen präsentiert, ist es auf keinen Fall ein Arzneimittel, die Empfehlungen oft frei erfunden. Wenn heimische Ärzte für ein Produkt werben, kann der Konsument davon ausgehen, dass dies schlicht ausgedacht ist. Ärzte dürften laut Gesetz nicht für Medikamente werben.

Dass es sich um ein minderwertiges Produkt handelt, kann der Verbraucher auch daran erkennen, dass die versprochenen Sensationswirkungen aus Anzeige, Broschüre oder Internet auf der Packung nicht angegeben sind. In Sicherheit kann sich der Käufer selbst dann nicht wiegen, wenn die Schachtel den Aufdruck "Nur in der Apotheke" enthält. Eine exotische Herkunft, universelle Wirksamkeit, hohe Preise - dies alles sind Merkmale, die auf Quacksalberei hindeuten.

So erkennen Sie Schwindelprodukte:

  • Das Mittel bewirkt Wunder, natürlich, schnell und nebenwirkungsfrei. Das Mittel verspricht zum Beispiel problemlos und ohne eigene Aktivität abnehmen zu können. Sie können angeblich nach wie vor alles essen, was Sie wollen. Das Mittel soll Heilung bringen, wenn die Situation nach schulmedizinischen Kriterien ausweglos ist, bei einer Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen wirksam sein oder "garantiert" zum Erfolg führen.

  • Vorher-Nachher-Geschichten mit entsprechenden Fotos.

  • Erfahrungsberichte und Dankesschreiben von "zufriedenen Kunden".

  • Empfehlungen von Ärzten oder Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland sind frei erfunden. Sie dürfen hierzulande Medikamente nicht bewerben.

  • Die versprochenen Sensationswirkungen aus Anzeigen, Broschüren oder dem Internet sind auf der Packung nicht angegeben. Aussagen wie "zur unterstützenden Behandlung einer Diät" und "zur Nahrungsergänzung" sagen noch nichts über die Wirksamkeit eines Produktes.

  • Verschwörungstheorien, wie "Apotheker werden Ihnen von unserem Produkt abraten, denn sonst bleiben Sie gesund und das schadet dem Apothekergeldbeutel", sind unsinnig. Denn wenn das Produkt wirklich gut wäre, würde es der Apotheker verkaufen.

  • Versand über Telefonhotlines oder Postfachfirmen, oft aus dem nahen Ausland. Manchmal trägt das Produkt aber auch den Aufdruck "nur in der Apotheke" und ist auch tatsächlich nur über diesen Vertriebsweg zu bekommen. Dies besagt aber nichts über die Qualität des Produktes. In letzter Zeit häuft sich auch der Direktvertrieb über "Homeparties".

Merke: Echte Arzneimittel tragen eine Zulassungsnummer (Zul. Nr.), Medizinprodukte ein CE-Zeichen. Eine Pharmazentralnummer (PZN) ist nur eine Bestellnummer.

Bevor Sie irgendwo im Versandhandel ein Wundermittel gegen Ihre Erkrankung kaufen, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt darüber. Die meisten gehandelten Wundermittel schaden nicht unbedingt, sie sind aber einfach zu teuer für simple Alltagszutaten wie Traubenzucker, Hefe oder diverse Wurzeln und/oder Kräuter. Bedenken Sie immer: Wenn es so toll ist und immer wirkt, warum nehmen es dann nicht alle? Warum gibt es dann noch die Krankheit? Ein echtes Wundermittel würde Ihr Arzt kennen.

Quelle: dgk

 

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