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Gesundheit wird für die Österreicher immer wichtiger

Studie: Gesundheit ist ganzheitlich, selbstbestimmt und weiblich

10.05.2007

Das Gesundheitsverständnis der Österreicher befindet sich im Wandel. Das zeigen die Ergebnisse der kürzlich in Wien präsentierten Repräsentativstudie von Yakult zum Gesundheitsbewusstsein der Österreicher. Verstand man früher unter Gesundheit noch überwiegend die "Abwesenheit von Krankheit", macht sich heute eine wesentlich differenziertere, ganzheitliche Sichtweise bemerkbar. Neben körperlichen Attributen wie Aktivität, Bewegung oder Vitalität werden auch verstärkt geistige/seelische und - nachgeordnet - soziale Komponenten mit dem Begriff Gesundheit verbunden. Spontan assoziierten rund 43 Prozent der Befragten Gesundheit mit "Wohlbefinden" (Ausgeglichenheit, Glück und Lebensfreude, mentale Stärke), 31 Prozent verstanden darunter "Bewegung in der Natur" (Sport, Vitalität, Natur) und 21 Prozent brachten Gesundheit mit "Ernährung" (frische Speisen, Obst, Flüssigkeit, Lifestyle) in Verbindung. Nur 17 Prozent der Befragten setzten Gesundheit mit der "Abwesenheit von Krankheit" gleich. Das Schlusslicht bildete die Vorsorgeuntersuchung mit 3 Prozent.

"Interpretiert man die spontanen Assoziationen der Österreicher, so unterstreichen diese ein Abgehen von der reinen Negativ-Definition der 'Gesundheit als Nicht-Krankheit'. Vielmehr treten positive Attribute wie Wohlbefinden, Glück und Zufriedenheit zu Tage," beschreibt Studienleiter und Sozialforscher Dr. Harald Pitters den Umdenkprozess.

Gesunder Wertewandel: " innere Zufriedenheit" vor "Karriere"

Fragt man die Österreicher nach dem Stellenwert verschiedener Lebensbereiche, stellen 90 Prozent die Gesundheit klar an die Spitze der persönlichen Prioritätenliste. Überraschend ist dabei der hohe Stellenwert, der geistigen und psychischen Faktoren zugeordnet wird: Mit 80 Prozent belegen Werte wie "innere Zufriedenheit" oder "mit sich im Reinen sein" den zweithöchsten Wert im Ranking, weit vor traditionellen Prioritäten wie "genügend finanzielle Mittel für Lebensstandard" (58 Prozent) oder "Karriere machen" (30 Prozent).

"Das differenzierte Antwortverhalten der Befragten veranschaulicht auch hier einen sehr komplexen, modernen Zugang. Optimale Gesundheit wird als Ergebnis des funktionierenden Zusammenspiels der körperlichen, geistigen/seelischen und sozialen Dimensionen verstanden," so Pitters. "Die Studienresultate legen den Schluss nahe, dass die Österreicher Gesundheit als unabdingbare Voraussetzung für ihr Lebensglück sehen. Leistungsfähigkeit, ein intaktes Privatleben und letztendlich ein weit definierter Freiheitsbegriff stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit einem körperlich, geistig und sozial gesunden Menschen."

Gesund leben: Was am schwersten fällt

Für ein "gesundes Leben" sind die Österreicher auch bereit, aktiv zu werden. Dazu die auf Psychosomatik spezialisierte Allgemeinmedizinerin Dr. Doris Gapp: "Aus meiner Erfahrung als Ärztin weiß ich, dass Selbstbestimmtheit immer wichtiger wird: Den Menschen ist bewusst, dass sie aktiv etwas zu ihrer Gesundheit beitragen können, und sie wollen das auch. Es gibt eine Trendwende zum aktiven, selbstbewussten Gesundheitsverständnis." Für eine Mehrheit der Befragten bedeutet das "mehr Bewegung" (55 Prozent). Doch auch Ernährung - "mehr frisches Obst und Gemüse" (52 Prozent) und "mehr Vitamine" (45 Prozent) - wird als gesundheitsfördernd eingestuft. Probleme bereitet allerdings die Einhaltung einer gesunden Lebensweise. Am meisten kämpfen die Österreicher mit den klassischen Neujahrsvorsätzen "nicht rauchen" (82 Prozent), "richtige Diät" (76 Prozent), "kein Alkohol" (72 Prozent) und "2-3 mal pro Woche Sport" (69 Prozent). Daneben tun sich aber auch zwei Drittel der Befragten schwer, "regelmäßige Entspannungsphasen" einzubauen. Relativ leicht fällt dagegen die "Ernährung mit Obst und Gemüse" und "für andere Menschen da sein".

Gesundheit ist vorwiegend weiblich

Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Frauen beschäftigen sich stärker mit gesundheitsfördernden Maßnahmen im Zusammenhang mit Ernährung, Gewichtsreduktion und psychischer Gesundheit. Für Männer sind hingegen die Einschränkung von Alkoholkonsum und Rauchen sowie die Cholesterinreduktion bedeutender. "Männer wehren sich oft gegen allgemeine gesundheitliche Empfehlungen. Innerhalb der Familie liegt die Gesundheitsverantwortung traditionell immer noch bei den Frauen.

Gesundheit: Individualrecht und Schichtphänomen

71 Prozent schätzen ihr Gesundheitsbewusstsein, fast zwei Drittel ihren Gesundheitszustand als (sehr) hoch ein. Eine wesentliche Rolle spielen hier jedoch soziale Dimensionen wie Geld und Bildung. Harald Pitters: "Die Untersuchungsergebnisse belegen deutlich, dass die Österreicher Gesundheit überwiegend aus der individuellen Perspektive betrachten und - pointiert formuliert - ein Recht auf Gesundheit einfordern. Entgegen anderer gesellschaftlicher Bereiche zeigen die Resultate jedoch auch, dass Gesundheit immer noch vom sozialen Status abhängig ist."

Herz ist Trumpf

Auf die Frage, welche Körperbereiche einen starken Einfluss auf den Gesundheitszustand besitzen, antworteten 88 Prozent der Befragten mit "Herz". Der Bereich "Seele/Psyche" belegt mit 77 Prozent bereits den zweiten Platz, gefolgt von "Bewegungsapparat" mit 73 Prozent. "Es ist nicht weiter verwunderlich, dass das Herz als lebenswichtiges Organ von der Bevölkerung am stärksten mit Gesundheit assoziiert wird," interpretiert Doris Gapp das Ergebnis. "Interessant ist aber, dass 'Seele/Psyche' an zweiter Stelle steht. Das illustriert, dass die Österreicher die Wichtigkeit der subjektiven Befindlichkeit erkannt haben." Auf den weiteren Plätzen folgen Gehirn (59 Prozent), Darm (58 Prozent) und Magen (53 Prozent).

Befragt nach folgenden Assoziationen zum Begriff Gesundheit finden die Österreicher recht klare Worte: Für die meisten schmeckt Gesundheit nach "klarem Quellwasser", klingt wie " klassische Musik" und strahlt in den Sonnenfarben "gelb-orange-rot".

"Im Sinne unserer Mission "Working on a healthy society" sind wir bemüht, die Menschen bei der Erhaltung ihrer Gesundheit zu unterstützen," so Yakult-Geschäftsführer Drs. Nic Nijman. "Wir verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz, der die körperliche, geistige und soziale Ebene einschließt. Daher war uns bei der Studie ein breiter Zugang zum Thema Gesundheit wichtig," bringt Nijman das Yakult-Engagement auf den Punkt.

Quelle: ots


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