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Geruchssinn verloren? Training kann vielleicht helfen

Bei zehn bis zwanzig Prozent kehrt der Geruchssinn wieder zurück

12.09.2005

Der Duft eines Parfums, der Geschmack einer Kirsche oder eines Schokoladekuchens - Sinneseindrücke erwecken Erinnerungen und sind aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken. Doch was passiert wenn zum Beispiel der Geruchssinn verloren geht? Betroffene wissen dann oftmals nicht, wenn sie unangenehm riechen oder Lebensmittel bereits verdorben sind. Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass z.B. in Mitteleuropa fünf Prozent der Bevölkerung unter Riechstörungen leiden, so genannte Anosmiker sind. An der HNO-Universitätsklinik in Dresden wurde kürzlich eine Studie zur Behandlung von Riechstörungen durchgeführt.

In der Studie wurde untersucht ob Menschen, die ihren Geruchssinn verloren hatten, diesen durch regelmäßiges Training wiedererlangen konnten. Die Teilnehmer mussten sich dazu sowohl Zuhause als auch an der Klinik verschiedenen Tests und Übungen unterziehen. Sie erhielten mehrere Fläschchen mit verschiedenen Gerüchen. Zweimal am Tag wurden sie geöffnet und die Personen versuchten zu erkennen um welchen Duft es sich handelt. In einem Abstand von sechs Wochen suchten sie die Klinik auf und testeten ob sich ihr Geruchssinn verbessert hatte.

"Über eine Dauer von 4 Monaten haben 40 Personen an unserer Studie teilgenommen. Alle haben das Training abgeschlossen und ein Drittel der Teilnehmer hat auch davon profitiert", erklärte Prof. Thomas Hummel, Leiter der Abteilung Riechen und Schmecken an der HNO-Universitätsklinik Dresden. Ziel des Trainings ist es, die Riechzellen zu verbessern, ihr Wachstum zu fördern und die Verarbeitung der Informationen im Gehirn zu verstärken. Allgemein kann gesagt werden, dass der Geruchssinn bei zehn bis zwanzig Prozent der Betroffenen zurückkehrt.

Gründe für das Auftreten einer Riechstörung sind vielfältig. "Die häufigsten Ursachen sind Erkrankungen der Polypen, ein Trauma ausgelöst durch einen Unfall oder ein Infekt der Nase hervorgerufen durch einen grippalen Effekt", erläuterte Prof. Hummel. Somit kann eine "Geruchsblindheit" durch einen Schlag oder Sturz auf den Kopf ausgelöst werden oder auch durch eine Nasennebenhöhlen-Entzündung. Sie tritt vor allem häufig bei Frauen, insbesondere ab 50 Jahren auf. Aber auch jüngere Menschen können von dieser Störung betroffen sein. Oftmals entsteht eine leichte depressive Verstimmung als Nebeneffekt der Erkrankung, wobei hier eine zusätzliche psychologische Behandlung nicht notwendig erscheint.

Quelle: pte

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