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Gelsenstiche : Tipps zur Gelsen-Abwehr

Warum werden manche Menschen viel öfter gestochen?

23.07.2009


"Sss..." - das durchdringende Geräusch ist die unangenehme Begleiterscheinung des Sommers: Die Gelsen sind wieder im Anflug! Bedingt durch die starken Regenfälle und Überschwemmungen finden heuer auch die größeren Verwandten der Hausgelsen, die sogenannten "Auwaldmücken", ideale Bedingungen vor. Einige Medien haben bereits ein "Rekordgelsenjahr" angekündigt - "die umweltberatung" hat giftfreie, aber effektive Gegenmaßnahmen gesammelt.

Die vielen Wasserpfützen und ausgedehnten Überschwemmungswiesen bzw. Altarme, die durch die feuchte Witterung heuer nicht trocken fallen, haben den Stechmücken ideale Vermehrungs- und Brutbedingungen beschert. Mit einem massenhaften Auftreten vor allem zu Beginn der Dämmerung macht sich die erfolgreiche Vermehrung bemerkbar: Gelsenstiche und juckende Hautstellen lassen den Tag am See und den Grillabend unangenehm ausklingen.

Warum werden manche Menschen viel öfter gestochen als andere, warum leiden manche weniger am Juckreiz? Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolgen ist es nicht der Zuckergehalt im Blut, wie oft angenommen wird, der Gelsen anlockt, sondern eher bestimmte Fettsäuren im Schweiß. Die Gelsen orientieren sich am Geruch und am ausgeatmeten CO2. Nur die erwachsenen weiblichen Gelsen stechen, um Blut zu saugen - sie brauchen es zur Eierproduktion. Ein einziges erwachsenes Weibchen kann bis zu 500 Eier ablegen. Die Eiablage erfolgt an der Wasseroberfläche, die Larven und Puppen leben im Wasser, bevor sich die flügge gewordenen Insekten auf Nektar- bzw. Blutsuche machen.

Das beste Gegenmittel: die Vorbeugung

Auch im Garten legen die Gelsen ihre Eier in jegliche Wasseransammlungen wie Pfützen oder Regentonnen. "Geben Sie den weiblichen Mücken erst gar keine Möglichkeit zur Eiablage! Dazu müssen alle, wirklich alle, stehenden Gewässer im Garten verschwinden: Regentonnen abdecken, auch Planschbecken und Vogeltränken abdecken oder das Wasser täglich wechseln - selbst die achtlos stehen gelassene Gießkanne dient als Brutstätte. Nur so kann man die Larven dezimieren, bevor sie sich verpuppen und schlüpfen", rät Mag. Renate Gottwald-Hofer von "die umweltberatung" NÖ. "Auf den geliebten Gartenteich muss man deshalb aber nicht verzichten. Hier hält die Natur - angefangen vom Fisch über die Kröte bis zur Libelle das ökologische Gleichgewicht und die Gelsen werden von ihren natürlichen Feinden vernichtet."

Beim Lüften am Abend darauf achten, dass das Licht abgeschalten ist! Licht lockt die Quälgeister an. Insektengitter an Fenstern und Türen helfen, dass diese und andere Insekten erst gar nicht ins Haus gelangen. Geht das nicht oder ist der Gelsendruck sehr hoch, helfen Moskitonetze über den Betten.

DI. Ingrid Tributsch von "die umweltberatung" Wien hat weitere Tipps parat: Gelsen werden auch von bestimmten Düften angezogen bzw. abgestoßen. Essig, Zitronen- oder Lavendelöl mögen sie gar nicht gern. Man kann Wasserschalen mit ein paar Tropfen Duftöl aufstellen oder in der Duftlampe verdampfen lassen. Tomatenstauden am Fensterbrett oder im Topf vor der Tür sollen Gelsen (und auch Fliegen) durch den Geruch abschrecken. Und auf dem Balkon haben sich gelbe Lampen statt weißer Glühbirnen gut bewährt, denn Gelsen können gelbes Licht nicht wahrnehmen."

Beim Ausflug in Augebiete schützt langärmelige Kleidung. Auch können ätherische Öle von Lavendel, Sandelholz, Eukalyptus, Salbei oder Katzenminze, mit Körperlotion vermischt, sparsam auf die ungeschützten Körperpartien auftragen werden und so chemische Repellents ersetzen. Aber Achtung: Auch ätherische Öle können allergische Reaktionen und Hautreizungen hervorrufen! Vor allem Schwangere, Säuglinge und  Kleinkinder sollten nicht mit ätherischen Ölen eingerieben werden.

Mit Kanonen auf Spatzen schießen

  • Elektroverdampfer (sog. Gelsenstecker) sind nicht zu empfehlen, da sie permanent Insektizide an die Raumluft abgeben. Diese Dauerbelastung gefährdet besonders Kinder, Allergiker und Asthmatiker.

  • Gelsenpiepser mit hochfrequenten Piepstönen sind für Menschen unschädlich, aber auch für Gelsen.

  • Sogenannte Insektengrills, UV-Leuchten mit Hochspannungsgitter, sind eine brutale, weil unselektive Methode! Nur 3 % der gefangenen Insekten sind weibliche Gelsen, dagegen werden enorm viele harmlose Insekten wie z.B. Nachtfalter gegrillt.


Erste Hilfe bei Gelsenstichen

Auch wenn es schwer fällt: So wenig kratzen wie möglich! Kratzen verschlimmert die Schwellung, Gewebehormone werden freigesetzt und führen zu einer örtlichen Entzündung. Um diese zu lindern, hilft Wärme. Entzündungen um die Stichstelle können mit essigsaurer Tonerde beruhigt werden. Als erste Hilfe haben sich auch Zwiebel, Essig, Zitronensaft, zerriebene Tomatenblätter oder Spitzwegerichsaft von zerriebenen Blättern zur Entzündungshemmung bewährt.

Quelle: die umweltberatung

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