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Hohes Risiko für Verletzungen beim Fußball

Häufigste Unfallursache ist mangelndes Fair Play

09.06.2006

Fußball ist die Breitensportart mit dem höchsten Verletzungsrisiko. Mit rund fünf Verletzten pro 100 Ausübenden ist das Unfallrisiko beim Fußballspielen sogar fünf Mal so hoch wie beim Skifahren. Kein Wunder also, dass auch die Profis um Verletzungen nicht herum kommen. Jüngstes Beispiel ist Michael Ballack mit seiner Sprunggelenksverletzung und Muskelverhärtung, die seine Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft sogar kurz in Frage stellten. Obwohl Österreich selbst nicht an der WM teilnimmt, hat Fußballspielen in der Alpenrepublik den Stellenwert eines Nationalsports. Mindestens 600.000 Österreicher ab dem sechsten Lebensjahr spielen in ihrer Freizeit gelegentlich bis regelmäßig Fußball. Die Zahl der Verletzungen ist dementsprechend hoch: Laut Freizeitunfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) verletzten sich im Jahr 2004 rund 32.400 Personen beim Fußball spielen so schwer, dass sie im Krankenhausbehandelt werden mussten.

Junge Fußballspieler besonders betroffen

"So toll Fußballspielen ist, so wichtig Bewegung gerade für junge Menschen ist - die Zahl der Verletzungen beim Fußball ist nach wie vor unbefriedigend", erklärt Dr. Rupert Kisser, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV. Immerhin 20 Prozent der verletzten Fußballspieler in Österreichsind unter 15 Jahre alt. Das Durchschnittsalter aller spitalsbehandelten Fußballer liegt bei gerade einmal 25 Jahren. Die Gründe für die überproportionale Betroffenheit der unter 15-Jährigen liegen auf der Hand: Fußball gehört mit zu den temporeichsten und emotionsgeladensten aller Kontaktsportarten, und gerade Kinder und Jugendliche legen schnell einen übertriebenen Kampfgeist an den Tag. Betrachtet man alle spitalsbehandelten Unfälle, so spielt bei 26 Prozent Fremdverschulden eine Rolle.

Art der Verletzungen variiert je nach Alter

"Es fällt auf, dass sich Kinder bis 14 Jahre vermehrt an den Händen und Armen verletzen. Wohingegen bei den 15- bis 21-jährigen zahlreiche Fuß- und Beinverletzungen auftreten", stellt Kisser fest. Die Art der Verletzung von bis zu 14-Jährigen lässt sich darauf zurückführen, dass sie das Fallen offensichtlich schlecht koordinieren können und sich beim Abstützen mit den Händen Blessuren zuziehen. Die häufig auftretenden Sprunggelenksverletzungen der Junioren sind in erster Linie mit schnellem Wachstum, Gewichtszunahme und der vergleichsweise geringeren Zunahme von Muskulatur zu erklären. "Für beide Altersgruppe gilt: regelmäßiges und ausgewogenes Training über das ganze Jahr hinweg anstatt übertriebener Vorbereitung kurz vor dem Spiel", rät Kisser. Für die ganz jungen Spieler bis zu 14 Jahren empfiehlt es sich, den Umgang mit dem Ball spielerisch zu erlernen und sie nicht ausschließlich auf eine Matchsituation vorzubereiten. Kinder können so durch Ballspiele in allen Variationen ihre Koordination schulen und die Freude am Ballspielen kennen lernen.

Fair Play: Weniger Verletzungen, mehr Spaß

Unabhängig vom Alter ist die Grundregel Fair Play: Nicht foulen, konsequent gegen jegliches regelwidrige Spiel vorgehen und das Match von einem qualifizierten Schiedsrichter beobachten lassen. Etwa jede vierte spitalsbehandelte Verletzung nach Unfällen beim Fußballspielen lässt sich auf Fremdverschulden zurückführen. Fair Play reduziert das Risiko solcher Verletzungen erheblich. Nicht zuletzt erfordert das unfallfreie Kicken auch angemessene Schuhe und Schutzausrüstung, wie etwa Schienbeinschützer. "Ein gut gepflegtes Spielfeld, angemessenes Schuhwerk, gegenseitiger Respekt und Training sind die Garantien für geringes Verletzungsrisiko und Spaß am Spiel", sagt Kisser.

Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit

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