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Frauen schlafen ohne Männer besser

Nachtruhe ohne Partner verhilft auch zu besseren Leistungen

27.07.2006

In unserer hektischen Welt gönnen sich die Menschen zu wenig Ruhe. Schlafmangel kann negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Immunsystem und Konzentrationsfähigkeit leiden darunter. Und angeblich wird man sogar dick davon. Obwohl immer mehr Studien die Wichtigkeit von ausreichend Schlaf für die Gesundheit bestätigen, scheint die moderne Gesellschaft zusehends unausgeschlafener zu werden.

Das geht aus einer neuen Studie der Universität von Chicago hervor. Danach verbrachten die Studienteilnehmer zwar 7,5 Stunden im Bett. Messungen mit einem am Arm angebrachten Bewegungsmelder, einem Aktigraphen, zeigten jedoch, dass sie durchschnittlich nur 6,1 Stunden schliefen.

"Die Leute glauben, dass sie nicht genug Schlaf bekommen - dabei schlafen sie sogar noch weniger, als sie glauben", erklärt Studienautorin Diane Lauderdale von der Universität Chicago. "Wir finden immer mehr über den Einfluss des Schlafs auf die Gesundheit heraus und stellen gleichzeitig fest, dass die Menschen immer weniger schlafen", fasst sie die Besorgnis erregende Entwicklung zusammen.

Reiche schlafen besser

Die Studie, die in der Fachzeitschrift American Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, zeigt auch soziale Unterschiede auf: Menschen mithöherem Einkommen und höherer Bildung verbringen demnach zwar weniger Zeit im Bett, können diese Zeit aber effektiver in Schlaf umsetzen.

Die US-Forscher stellten außerdem fest, dass weiße Frauen mit 6,7 Stunden deutlich mehr als weiße Männer schliefen, die nur auf 6,1 Stunden kamen. Bei schwarzen Frauen lag die Schlafdauer nur bei 5,9 Stunden, bei schwarzen Männern sogar lediglich bei 5,1 Stunden.

Die genauen Gründe für die Unterscheide wurden in der Studie allerdings nicht untersucht. "Leute, die mehr verdienen, haben vielleicht weniger Sorgen, oder sie haben größere Kontrolle über ihre Schlafumgebung", vermutet Lauderdale.

Recht klar ist, dass ein Schlafdefizit vor allem ein soziokulturelles Phänomen ist. Noch um 1900 dürfte die durchschnittliche Schlafdauer neun Stunden pro Nacht betragen haben; Studien aus den 70er Jahren zeigen, dass sie damals bereits auf sieben Stunden gesunken war.

Gesundheitliche Probleme

Schlafmangel führt häufig zu Konzentrationsproblemen, Lernschwierigkeiten und verringerter Aufmerksamkeit. Erst vor wenigen Tagen wurden bei einem Hirnforscher-Kongress in Wien Untersuchungen vorgestellt, wonach Schlafdefizite auch Ursachen für starkes Übergewicht und sogar Insulinresistenz sein können.

Übrigens schlafen Frauen alleine besser. Das berichtete kürzlich die in Deutschland erscheinende Ärztezeitung. Sie beruft sich auf den österreichischen Schlafforscher Dr. Gerhard Klösch der seine interessanten Studienergebnisse kürzlich beim "Forum der europäischen Neurowissenschaft" in Wien vorgestellt hat.

Außerdem fand Klösch heraus, dass Nachtruhe ohne Partner sowohl Frauen als auch Männern zu besseren Leistungen bei kognitiven Tests verhilft. Wer eine Prüfung vor sich hat, sollte also auf das nächtliche Kuscheln mit dem Partner verzichten, resümierte die Ärztezeitung augenzwinkernd.

Generell scheint es angebracht, dem eigenen Schlafverhalten ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sich öfters früher vom Alltagsstress zu befreien. Der Körper wird ein Mehr an Ruhe zu danken wissen.

Quelle: gl

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