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Frauen verletzen sich beim Skifahren öfter am Knie

Frauen weisen ein anderes Verletzungsmuster als Männer auf

20.02.2007

Keine Frage, auch bei der weiblichen Bevölkerung zählt der alpine Skilauf zu den beliebtesten Wintersportarten. Rund 48 Prozent der österreichischen Skifahrer ab 15 sind Frauen (rund 1,2 Mio. männlich; 1,1 Mio. weiblich). Betrachtet man das Verletzungsmuster, so fällt auf, dass sich weibliche Wintersportler häufiger am Knie verletzten als ihre männlichen Mitstreiter. Etwa ein Drittel aller beim Skifahren verletzten Frauen mussten laut KfV-Freizeitunfallstatistik im Jahr 2005 aufgrund einer Knieverletzung behandelt werden - bei den Männern war es nur rund ein Viertel.


Verletzen sich Frauen anders?

"Die Annahme, das Verletzungsrisiko für Frauen sei beim Skifahren größer als für Männer, stimmt nicht, aber das Verletzungsmuster ist anders. Unsere Statistiken zeigen, dass sich Frauen im Vergleich zu Männern überproportional häufiger Knie-, Muskel- und Sehnenverletzungen zuziehen. Bezogen auf alle Unfälle beim Skifahren sind zu 60 Prozent Männer und nur zu 40 Prozent Frauen betroffen. Auch wenn man berücksichtigt, dass es etwas mehr Skifahrer als Skifahrerinnen gibt, haben Männer ein höheres Verletzungsrisiko pro Abfahrt. Stellt man die Verletzungsarten anteilsmäßig gegenüber, liegen die Frauen bei Knie-, Muskel- und Sehnenverletzungen vorn ", weiß Dr. Rupert Kisser, Bereichsleiter Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

 
Aufgrund seiner Anatomie ist das weibliche Knie verletzungsanfälliger als das männliche
. Hinzu kommen die insgesamt schwächer ausgeprägte Muskulatur und damit die geringere Kraft. Beides erhöht die Verletzungsgefahr an Muskeln und Sehnen. Männer hingegen sind in der Regel risikofreudiger auf der Piste unterwegs als Frauen. "Unsere Erhebungen haben ergeben, dass Männer einen rasanteren Fahrstil bevorzugen, häufiger auf den schwarzen Pisten unterwegs sind und oftmals zur Selbstüberschätzung neigen. Damit machen sie ihren körperlich bedingten, natürlichen Sicherheitsvorteil wieder zunichte und tragen letztlich sogar ein um 20 Prozent höheres Verletzungsrisiko", sagt Kisser.


Ski für Frauen

Die Sportartikelindustrie hat bereits auf die typischen "weiblichen Verletzungen" beim Skifahren reagiert. "Nahezu alle führenden Hersteller haben in den letzten Jahren eigens auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnittene Skimodelle auf den Market gebracht. Diese unterscheiden sich von herkömmlichen Modellen vor allem durch ihr geringeres Gewicht. Leichteres Drehen und weniger Kraftverbrauch sind die Folge. Damit sollte das Risiko von Knieverletzungen bei Frauen in Zukunft sinken", erklärt Kisser.


Top 5 der Unfallprävention

Grundsätzlich lässt sich mit fünf Maßnahmen das Unfallrisiko wesentlich vermindern:

  • Regelmäßiger Sport oder gezielte Skigymnastik für gezielte Fitness und Ausdauer

  • Der richtige Ski

  • Jährliche Bindungseinstellung mit einem geeichten Prüfgerät

  • Kenntnis und Einhaltung der Pistenregeln

  • Ermüdung vermeiden, auf Alkohol verzichten und rechtzeitig Pausen einhalten

Wer sicher die Piste hinunter will, soll auf Fitness und eine kompetente Beratung durch den Fachhandel beim Skifahren keinesfalls verzichten. Ganz wichtig ist die Einstellung der Bindung. Seit kurzem gibt es hier eine neue Regelung: Jede Bindung, die verkauft oder neu eingestellt wird, muss nun verpflichtend mit einem geeichten Drehmomentmessgerät überprüft werden. Wird diese Prüfung versäumt, haftet der Skifahrer selbst für alle Folgen eines Unfalls, der durch mangelnde Funktion der Bindung verursacht wird.

Quelle: KfV

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