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Fisch senkt das Risiko für Herzinfarkt

Geringeres Erkrankungsrisiko bei Verzehr von Fischölen

15.03.2006

Viele Risikofaktoren für die Entstehung von koronaren Herzkrankheiten lassen sich durch eine Ernährungsweise, die reich an Omega-3-Fettsäurehaltigen Fischölen ist, reduzieren, weiß Diplom-Ingenieurin der Ernährungstechnik Elisabeth Warzecha von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen. Koronare Herzerkrankungen gehören neben Schlaganfällen zu den häufigsten Todesursachen in den westlichen Industrienationen. Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck, ungünstige Blutfettwerte, viel Bauchfett, Rauchen, Alkoholkonsum, mangelnde Bewegung sowie eine ungesunde, fett- und kalorienreiche Ernährungsweise erhöhen das Herzerkrankungsrisiko um bis zu 50 Prozent, wie Wissenschaftler um den italienischen Kardiologen Doktor Raffaele de Caterina des kardiologischen Institutes der Universität von Chieti, Italien, in einer aktuellen Übersichtsstudie feststellten. Acht der neun Risikofaktoren lassen sich durch eine veränderte Ernährungsweise positiv beeinflussen.

Einen entscheidenden Beitrag dazu leisten Omega-3-Fettsäuren, die zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören und für den Körper essentiell, also unabkömmlich sind, denn er kann sie nicht selbst bilden, weshalb er auf eine regelmäßige Zufuhr mit der Nahrung angewiesen ist. Omega-3-Fettsäuren hemmen die Bildung von gefährlichen Verklumpungen der Blutplättchen an den Gefäßwänden, halten diese elastisch und sorgen für eine gute Durchblutung des Gewebes. Viele Todesfälle, die mit koronaren Herzkrankheiten zusammenhängen, ließen sich vermeiden, wenn man rechtzeitig auf eine herzgesunde Ernährungs- und Lebensweise achtet, wie die INTERHEART Study bewies.

Diese Ernährung sollte aus viel frischem Gemüse und Obst, Fisch, Ballaststoffen aus Vollkornprodukten sowie pflanzlichen Eiweißen bestehen und wenig gesättigten Fettsäuren, die reichlich in tierischen Produkten und Kokosfett vorkommen. Mehrere Studien, wie beispielsweise die Lyon Diet Heart Study, bestätigen, dass die vor allem in fetten Fischen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren das Erkrankungsrisiko für koronare Herzerkrankungen um bis zu 73 Prozent senken können. Auch weisen Eskimos und Einheimische Alaskas eine äußerst geringe Mortalität durch atherosklerotische Veränderungen der Gefäße auf, was auf den regelmäßigen und hohen Verzehr von Fisch oder Fischöl zurückzuführen ist, betont Elisabeth Warzecha.

Fische haben eine äußerst günstige Fettsäurenzusammensetzung, die das LDL-Cholesterin und den Fettabbau in den Gefäßen senkt. Die entzündungshemmende Wirkung schützt die Arterien und kann so der gefährlichen Plaqueentwicklung entgegenwirken. Für eine nicht nur herzgesunde Ernährungs- und Lebensweise empfiehlt die Ernährungsexpertin Elisabeth Warzecha abschließend regelmäßigen und reichlichen Verzehr von Fisch oder Fischöl, frischem Gemüse und Obst, fettarmen Lebensmitteln und viel Bewegung an der frischen Luft.

Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V.

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