Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Fettige Haare : Tipps für richtiges Waschen und Pflege

Wann sie zum Problem werden und wie man ihnen vorbeugt

05.11.2009


Sie gehören zu den Problemen, über die man nicht so gerne spricht: fettige Haare. Wer davon dauerhaft geplagt ist, leidet oft still darunter, auch wenn es meist weniger ein medizinisches als ein kosmetisches Problem ist.
   
Grundsätzlich gilt: Fett ist für die Haargesundheit sehr wichtig, doch kommt es - wie so oft - auf die richtige Menge an. Jedes Haar sitzt auf einer Talgdrüse, die das Haar ringförmig umgibt. Immer, wenn sich ein Haar bewegt, wird eine winzige Portion Fett ausgepresst. Das in den Talgdrüsen produzierte klare, dünnflüssige Fett - auch Sebum genannt - überzieht die Hautoberfläche sowie die Oberfläche der Haarschäfte mit einem wasserabweisenden Schutzfilm. Dieser verleiht dem Haar Glanz und Geschmeidigkeit und verhindert das Sprödewerden und Abbrechen des Haars. In normaler Menge produziert, hat Sebum also eine sinnvolle Funktion an Haut und Haaren. Problematisch wird es, wenn dauerhaft übermäßig viel Sebum produziert wird. Dann spricht man von Seborrhoe: Es bildet sich ein unangenehmer deutlich sichtbarer Fettfilm auf den Haaren, die Haarfülle nimmt ab, und die Frisur fällt zu strähnig verklebtem Haar zusammen.

Wodurch kommt es zu der vermehrten Fettproduktion?

Die Menge des produzierten Hauttalges hängt grundsätzlich von der erblichen Veranlagung, von der Wirkung männlicher Hormone und vom Alter ab. So aktivieren Testosteron und Progesteron die Talgdrüsen und führen zu vermehrter Sebumproduktion, während Östradiol sie hemmt. Jede Situation, die das Gleichgewicht dieser Hormongruppen durcheinander bringt, kann eine Seborrhoe nach sich ziehen. Dies erklärt, dass es besonders während und nach der Pubertät zu verstärkter Haut- und Haarfettigkeit kommt, die meist im Verlauf des dritten Lebensjahrzehnts wieder abnimmt.

Weitere Gründe und verstärkende Faktoren für fettiges Haar können sein: vegetative Probleme, falsche Pflege, anhaltende Stressphasen oder mechanische Belastungen wie häufig getragene Kopfbedeckungen. Auch jahreszeitliche Schwankungen beeinflussen die Fettproduktion der Haare. Im Winter beispielsweise ist die Talgproduktion verringert, Wärme verstärkt sie eher.

Weil das Phänomen unterschiedlich ausgeprägt und verursacht ist, sind auch mögliche Gegenmaßnahmen individuell zu betrachten. Um die Folgen einer übermäßigen Talgproduktion in den Griff zu bekommen, hilft aber letztlich nur das regelmäßige Entfernen des überschüssigen Fettes. Diäten oder die Meidung bestimmter Lebensmittel wie Schokolade, Nüsse oder Süßigkeiten haben - entgegen landläufiger Meinung - keinen nachweisbaren Einfluss auf eine Seborrhoe. So kommt es vor allem auf die richtige Pflege an. Betroffene sollten ihre Haare so oft wie nötig (in der Regel einmal täglich) mit einem besonders milden und leicht entfettenden Shampoo waschen, gegebenenfalls in Kombination mit der Anwendung von selenhaltigen Präparaten oder teerhaltigen Kopfhautgelen. Auch die Anwendung von Trockenshampoos kann sinnvoll sein.

Verwendet man gezielt Shampoos für fettiges Haar, sollten diese keine Proteine oder rückfettende Substanzen wie Öle oder Silikone enthalten, weil sie das Haar schwer und noch fettiger machen, als es bereits ist. Man sollte vielmehr darauf achten, dass Substanzen enthalten sind, die das überschüssige Fett auf den Haaren und auf der Kopfhaut binden und beim Waschen entfernen. Solche Inhaltsstoffe sind beispielsweise Tenside - auf der Verpackung meist als "Sodium Laureth Sulfate" (sodium lauryl ether sulfate - SLES) oder "Sulfosuccinate" bezeichnet. Wichtig: Shampoos für fettiges Haar sollten nicht öfter als zwei- bis dreimal pro Woche verwendet werden, denn nicht nur den Haaren, sondern auch der Kopfhaut werden dadurch auf Dauer wichtige Fettsubstanzen entzogen. Jucken und Rötungen der Kopfhaut könnten die Folge sein. Milde, entfettende Shampoos dagegen können täglich benutzt werden

Die häufig zu hörende Befürchtung, dass die Kopfhaut schneller nachfetten würde, wenn man die Haare zu häufig wäscht, trifft im Übrigen nicht zu. Im Gegenteil: Beim Massieren der Kopfhaut werden die Talgdrüsen jedes Mal ein bisschen ausgequetscht, und die Kopfhaut wird nicht so schnell wieder fettig. Deshalb ist es beim Waschen besonders wichtig, dass das Shampoo richtig einmassiert wird - und zwar in Haare und vor allem Kopfhaut.

Wenn auch nach den genannten Maßnahmen über einen längeren Zeitraum keine Besserung eintritt und die Seborrhoe über mehrere Wochen und Monate andauert, sollte ein Arzt (Hautarzt) aufgesucht werden.

Quelle: dgk

Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...