Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Feinstaub - Fragen und Antworten

Gesundheitliche Belastung und Maßnahmen zur Verringerung

Vor allem in den Städten wird das Thema Feinstaub immer mehr zum Problem. Für die menschliche Gesundheit stellt die zunehmende Feinstaubbelastung eine ernsthafte Gefahr dar. Vor allem Kinder sind dadurch besonders gefährdet. Wie gefährlich Feinstaub wirklich ist, wo die Verursacher zu suchen sind und was man kurz- bis langfristig dagegen tun kann, haben wir für Sie nachfolgend zusammengestellt:

Was ist Feinstaub und woher kommt er?

Als Feinstaub gelten kleine Schwebeteilchen mit einer Korngröße unter 10 Mikrometer (PM10, Particular Matter). Die winzigen Teilchen sind kleiner als ein Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haares und besonders gesundheitsgefährdend, da sie bis tief in die Lunge eindringen können. Die größten Quellen des Feinstaubes sind die Industrie (33%), der Straßenverkehr durch die Verbrennung von Diesel in Kraftfahrzeugen (ca. 20% - davon entfällt jeweils die Hälfte auf Individual- und Güterverkehr), sowie Haushalte und andere Kleinverbraucher mit rund 18%. Die Hauptbelastung in den Innenstädten verursacht allerdings der Verkehr.

Wie gefährlich ist der Feinstaub für den Menschen?

Wissenschaftler halten die Belastung mit Feinstaub-Partikeln inzwischen für das schwerwiegendste Problem der Luftreinhaltung. Feinstäube belasten die Atemwege und die Lunge. Die winzigsten Teilchen finden über Atemwege und Blut ihren Weg direkt in viele Organe des Körpers. Insgesamt führt die Feinstaubbelastung zu Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Versagen und Lungenkrebs. Lt. einem Bericht, der von der EU-Kommission Anfang 2005 veröffentlicht wurde, sterben allein in Europa pro Jahr 288.000 Menschen vorzeitig an den unsichtbaren Feinstaub-Wolken. Besonders gefährlich ist Feinstaub für kleine Kinder.

Hat die Feinstaubbelastung auch Auswirkungen auf die Luft in Innenräumen?

Mit dem Lüften gelangt der Feinstaub in der Außenluft auch in Innenräume. Dort ist dann allerdings die Konzentration geringer als in der Außenluft, da die Staubteilchen teilweise an Oberflächen wie Möbeln festgehalten werden. Wird im Innenraum selbst Staub produziert, zum Beispiel durch Zigarettenrauchen oder das Abbrennen von Kerzen, kann die Staubkonzentration in der Innenraumluft kurzzeitig auch höher als die in der Außenluft liegen. Saubere Außenluft ist die Voraussetzung dafür, dass die Konzentration durch Lüften wieder herabgesetzt werden kann.

Was besagt die EU-Luftqualitätsrichtlinie?

Die Europäische Union hat in den neunziger Jahren Luftreinhalterichtlinien verabschiedet, die für Luftschadstoffe wie Feinstaub ab 1. Januar 2005 und für Stickoxide ab 1. Januar 2010 anspruchsvolle Grenzwerte europaweit vorschreiben. Um den Mitgliedstaaten die Möglichkeit zu geben, sich auf Maßnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung einzustellen, wurde eine so genannte Toleranzmarge eingeführt. Bei Überschreitung dieser Marge mussten Luftreinhaltepläne aufgestellt werden. Die Toleranzmarge wurde jedes Jahr verringert und entfiel am 1. Januar 2005 (für Stickstoffdioxid entfällt sie am 1. Januar 2010). Die zuständigen lokalen Behörden sind seitdem aufgefordert, Aktionspläne mit konkreten Maßnahmen aufzustellen, um die Grenzwerte einzuhalten.

Können Diesel-Rußfilter den Feinstaub reduzieren?

Moderne Diesel-Pkw mit Partikelfilter stoßen nur 0,1 Promille der Partikelzahl von Fahrzeugen ohne Filter aus. Zudem haben Partikelfilter den großen Vorteil, dass sie sogar die besonders gesundheitsschädlichen ultrafeinen Teilchen einfangen. Andererseits ist der Rußpartikelfilter aber kein Allheilmittel gegen die Feinstaubbelastung. Nach Berechnungen des TÜV SÜD würden die Feinstaubemissionen selbst bei einer 100prozentigen Einbaurate bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit Dieselmotoren im Durchschnitt nur um etwa 2,5 und unter Einbeziehung der schweren Lkw in Summe um rund fünf Prozent sinken. An der Filtertechnik führt trotzdem kein Weg vorbei und es wird davon ausgegangen, dass die Autohersteller bis zum Jahresende alle neuen Diesel-Pkw serienmäßig mit Rußpartikelfiltern anbieten werden und es darüber hinaus auch für die meisten Altfahrzeuge Nachrüstlösungen geben wird. Ab 1. Juli 2005 wird es in Österreich auch eine staatliche Förderung für Neuwagen mit Partikelfilter geben.

Was kann man vor allem in Städten tun?

Als Maßnahmen in den Städten kommen unter anderem in Frage:

  • eine generelle Beschränkung des Verkehrs in belasteten Gebieten für hochemittierende Fahrzeuge
  • Maßnahmen zur Emmissionsreduzierung bei Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs und der Stadtverwaltung
  • Ausdünnen des Verkehrs durch Anreize zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel (vor allem an belastenden Tagen)
  • Förderungen von Car-Sharing Projekten
  • Ausbau der Park and Ride-Anlagen
  • Förderung von Partikelfilterautos und Nachrüstpartikelfiltern
  • gebietsbezogene Verkehrsbeschränkungen (zum Beispiel zeitbezogene Begrenzung der Durchfahrtsmöglichkeiten)
  • Verbesserung/Änderung des Straßenbelags
  • Ausweitung bzw. Planung und Bau von Umgehungs-, Anbindungs- und Zufahrtstraßen

Quelle: bmu.de / TÜV-SÜD

Tipps, wie jeder Einzelne die Feinstaubbelastung im Alltag verringern kann ...

Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...