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Tipps wie man Feinstaub im Alltag verringern kann

Neun nützliche Tipps in der Feinstaub-Hochsaison

13.02.2006

Feinstaub (PM 10) tritt hauptsächlich im Winter auf, mit Spitzenwerten im Jänner und Februar, wobei die Feinstaubbelastung (Immission) je nach Region und Wetter stark schwankt. "Feinstaub hat viele Ursachen. Statt stets nach neuen Gesetzen und Verboten zu rufen, sind alle gefordert, ihren höchstpersönlichen Beitrag zu leisten, um die Entstehung von Feinstaub im  Alltag zu vermeiden", meint ARBÖ-Präsident Dr. Peter Rezar. Aufgerufen sind alle Bevölkerungsgruppen, egal ob beim Rauchen, beim Heizen, im Büro oder beim Autofahren.

Einige Fakten vorweg:
Tatsächlich ist die Belastung durch Feinstaub (=Immission) laut jüngstem Bericht des Umweltbundesamtes über die Luftgüte im Jahr 2004 in meisten Teilen Österreichs zurückgegangen, mit Ausnahme von Teilen Tirols und in Klagenfurt, wo anhaltende Inversionswetterlagen für eine Verschlechterung gesorgt haben. Insgesamt gibt es aber keinen Grund für Überreaktionen, nur weil ein langjährig bestehendes Phänomen nun durch permanente Messungen sichtbarer wird. Unbestritten ist aber mittlerweile, dass Ultra-Feinstaubpartikel für Kinder oder empfindlichere Bevölkerungsgruppen ein gravierendes Gesundheitsproblem darstellen.

Neun alltagstaugliche Tipps zur Reduktion der Feinstaubbelastung:

  1. Nicht in geschlossenen Räumen rauchen: Werden drei Zigaretten hintereinander geraucht, bildet sich acht Mal mehr Feinstaub (PM 10) als wenn ein Diesel-Pkw (mit Euro 3 Abgaswerten) eine halbe Stunde lang läuft. Das hat ein Experiment italienischer Forscher ergeben. Eine Stunde nach dem Rauchen der 3 Zigaretten (MS Filter ) wurden 343 Mykrogramm/m3 PM 10 gemessen, gegenüber 44 Mykrogramm/m3 eine Stunde nach dem halbstündigen Laufen lassen des Motors eines Ford Mondeo (Turbo-Diesel, Common Rail 2.0 Liter mit schwefelfreiem Diesel).

  2. Achtung beim Befeuern von Holzöfen und Kaminen: Wer unsachgemäß in einem Kleinholzofen Brennholz verbrennt, produziert Feinstaub. Wer auch noch andere Gegenstände (aus Kunststoff) bzw. verschmutztes Material mit verheizt, erzeugt auch noch andere Giftstoffe. In der recht umweltbewussten Schweiz wurde etwa festgestellt, dass zwei Drittel der Kleinholzöfen mit nicht erlaubten Stoffen befeuert wurden und Dioxine in die Luft jagen. Auch in Graz stammen 20 Prozent des Feinstaubs aus Holzöfen.

  3. Aufpassen auch beim Heizen mit modernen Pellets. Wenn die Pellets feucht sind, entsteht ebenfalls Feinstaub. Besser als Einzel-Öfen sind jedenfalls aggregierte Heizanlagen.

  4. Vorsicht beim Erstellen von Kopien im Büro und insbesondere beim Austausch von "Tonern". Auch hier gibt es bereits ernst zu nehmende Warnungen vor Feinstaub.

  5. Rasches Einkehren von Streusplitt: wird wochenlang Streusplitt eingekehrt, wird dadurch sozusagen künstlich Feinstaub produziert, der dann tagelang in der Luft hängen bleibt. Besser ist es, mit mehr Personaleinsatz in kürzerer Zeit zu kehren.

  6. Jährliche Überprüfung der Abgaswerte beim eigenen Auto: Die Erfahrung in den ARBÖ-Prüfzentren bei der sogenannten "Pickerl"-Überprüfung zeigen, dass viele Autos unnötig viel Treibstoff verbrauchen, nur weil sie nicht richtig eingestellt sind. Der ARBÖ setzt sich daher für eine Rückkehr zur jährlichen Überprüfung nach §57a ein.

  7. Beim Anstarten von Dieselfahrzeugen den Motor nicht am Stand laufen lassen. Das ist erstens für alle Fahrzeuge verboten und schadet zweitens der Umwelt.

  8. Möglichst dieselsparend fahren. Je weniger Diesel verbraucht wird, desto weniger Feinstaub fällt an (Benziner produzieren keinen Feinstaub). Konkret heißt das, rechtzeitig auf den höheren Gang schalten, also die gleiche Geschwindigkeit mit einer niedrigeren Drehzahl erreichen. Allerdings sollte die Drehzahl dabei nicht unter 1.500 Umdrehungen pro Minute sinken. Das Fahrzeug ferner von allen überflüssigen Kilos (mitgeschleppten Kisten und Gepäck) und Dachträgern befreien, das Einschalten unnötiger Stromfresser vermeiden (Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, Gebläse), für den richtigen Reifendruck sorgen und bei längerem Stillstand den Motor ausschalten! Ökologisches Fahren hilft gleichzeitig Geld sparen und ist insbesondere auch für Lkw interessant, die in Summe mehr Partikel produzieren als alle Diesel-Pkw zusammen.

  9. Für alle Fahrzeuge - Benziner wie Diesel-Fahrzeuge - heißt es, Reifen und Bremsen zu schonen und damit so wenig wie möglich Abrieb zu erzeugen. Je mehr Abrieb, desto mehr Feinstaub, wobei alle LKW eineinhalb Mal soviel Feinstaub aus Abrieb produzieren als alle PKW zusammen. Im Klartext also: Keine Kavalierstarts hinlegen und möglichst vorausschauend fahren: Nicht auf rote Ampeln oder Staukolonnen mit vollem Schwung zufahren, sondern ganz entspannt vom Gas weggehen und die Motorbremse wirken lassen (dabei nicht die Kupplung treten und auch den Gang nicht heraus nehmen).
Quelle: ARBÖ

Antworten auf zahlreiche Fragen zum Thema Feinstaub finden Sie auch auf der folgenden Seite ...

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