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Farbenblind oder Farbenfehlsichtig : Was heißt das?

Rot, Blau oder Grün?

30.01.2006

Gras ist grün, reife Tomaten sind rot. Für viele Menschen bleiben diese Farbbezeichnungen ein Leben lang unerklärliche Begriffe. Acht von 100 Männern, aber nur eine von 200 Frauen kennen einige Farben nur vom Hörensagen. Trotzdem finden sie sich in ihrer weniger bunten Welt gut zurecht. Rot ist bei Verkehrsampeln eben oben, Gelb in der Mitte und Grün ist unten.

Das gesunde Auge kann bei Helligkeit etwa 150 Farbtöne unterscheiden. Verantwortlich dafür sind die Zapfen in der Netzhaut. Die Netzhaut besteht aus zwei Arten von Sinneszellen, Stäbchen und Zapfen. Während die besonders lichtempfindlichen Stäbchen vor allem für das Dämmerungs- und Nachtsehen zuständig sind, sorgen die sechs bis sieben Millionen Zapfen im Bereich der Makula (Stelle der größten Sehschärfe) für das Tagessehen. Drei verschiedene Typen dieser Zapfen sind auf die Farbspektren Blau, Grün und Rot spezialisiert. Personen mit einer Farbenblindheit haben keine Zapfen, bzw. welche, die nicht richtig funktionieren. Deshalb können sie keine oder fast keine Farben sehen, haben eine mangelhafte Sehschärfe und eine erhöhte Blendempfindlichkeit. Die Stärke der Symptome kann von Mensch zu Mensch variieren.

Farbenblind bedeutet nicht gleich Schwarzsehen: Bei der echten Farbenblindheit (Monochromasie) kann der Betroffene gar keine Farben sehen, sondern lediglich Helligkeitswerte (Weiß, Schwarz, Grau) unterscheiden. Monochromaten unterscheiden die Farbtöne nur nach ihren Helligkeitswerten. Grau in grau, ohne bunte Farben, sehen allerdings nur wenige Menschen (etwa einer von 20.000) ihre Umwelt.

Bei der meist angeborenen Farbenfehlsichtigkeit oder Farbschwäche (Anomale Trichromasie) können Teile des Farbenspektrums nicht erkannt werden. Bei 60 Prozent aller Farbfehlsichtigen ist nur eine der drei Grundempfindlichkeiten - Rot, Grün oder Blau - gestört. Am verbreitetsten ist die Rot-Grün-Schwäche. Anomale Trichromaten sind beim Auseinanderhalten von Rot und Grün unsicher. Angeborene Störungen des Farbsinns kommt bei 8 Prozent der Männer und 0,4 Prozent der Frauen vor. 4,2 Prozent der Betroffenen sind deuteranomal (haben eine Grünschwäche), 1,6 Prozent protanomal (haben eine Rotschwäche), 1,5 Prozent deuteranop ("grünblind") und 0,7 Prozent protanop ("rotblind"). Störungen im Blaubereich sind ebenso wie die totale Farbenblindheit sehr selten.
Die Farbenfehlsichtigkeit ist meist auf Vererbung zurückzuführen, sie kann aber auch erworben sein. Einschränkungen für das Farbensehen kommen bei verschiedenen Erkrankungen der Ader- und Netzhaut vor. Der völlige Verlust des Farbsinns (Achromatopsie) ist erblich bedingt. Die Tagblindheit entsteht durch den Ausfall des Zapfenapparates der Netzhaut.

Eine Therapie der angeborenen Farbsinnstörung gibt es nicht.Aber man kann sich mit ein paar Tricks behelfen: Menschen mit Achromatopsie, der totalen Farbenblindheit, tragen oft eine dunkle Sonnenbrille. Je nach Lichtverhältnissen werden für diese Brillen spezielle Kantenfilter verwendet, die bestimmte Farben aus dem Sonnenlicht herausfiltern. Lupen oder kleine Ferngläser ermöglichen einem Achromaten das Lesen von kleiner Schrift oder das Sehen in die Ferne. Zudem gibt es Geräte, die Farben erkennen können. Solche Geräte schicken einen kleinen Lichtstrahl auf den Gegenstand, und messen dann wie viel Licht wieder zurück kommt. So kann das Gerät melden, welche Farbe ein Gegenstand hat.

Quelle: dgk

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