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Eine falsche Entscheidung ist besser als gar keine

Im Zweifel tun statt unterlassen

12.06.2008

Wer in wichtigen Lebenssituationen zwischen schwierigen Alternativen zu wählen hat, soll sich lieber für eine davon entscheiden, statt gar nichts zu tun. "In Untersuchungen stellt sich immer wieder heraus, dass wir leichter mit einer Situation fertig werden, in der wir eine Entscheidung getroffen haben - auch wenn sie falsch war", zitiert die "Apotheken Umschau" den Psychologen Neal Roese, Professor an der Universität von Illinois (USA). Für eine falsche Wahl könne man Erklärungen finden, werde sie irgendwann aber vergessen.

"Im Gegensatz dazu hält das Gefühl wesentlich länger an, irgendetwas versäumt zu haben, zu zögerlich gewesen zu sein. Die meisten Menschen bereuen im Lebensrückblick die unterlassenen Handlungen", schließt der Psychologe aus der Analyse von elf weltweiten Studien.

Mündet das Bedauern über falsche oder versäumte Entschlüsse in endloses Grübeln, sollen Betroffene dies nicht mehr mit sich allein abmachen. Dann ist es besser, es mit einem vertrauten Menschen zu bereden oder professionelle psychotherapeutische Hilfe zu suchen. Roese macht Mut: Versäumnisse zu bedauern könne sehr heilsam sein. Am Ende aber sei es immer am besten, zu handeln, etwas Neues zu tun und nach vorne zu schauen.

Quelle: news aktuell

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