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Gesundes Essen kann vor Diabetes schützen

Diabetesrisiko lässt sich unabhängig vom Körpergewicht reduzieren

26.03.2007

Diabetes ist eine Wohlstandskrankheit, die vor allem in den westlichen Industriestaaten verbreitet ist. In Österreich sind rund 400.000 Menschen daran erkrankt. Darüber hinaus schätzen Experten, dass es eine Dunkelziffer von ca. 250.000 Personen gibt, die nicht über ihre Erkrankung Bescheid wissen.

Übergewicht und Bewegungsmangel sind die häufigsten Ursachen für die Zunahme des Typ-2-Diabetes. Einen neuen Blick auf einen derartigen Zusammenhang eröffnet nun aber die Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich neuer Forschungsergebnisse.

In einer Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke waren 574 Menschen mit und ohne Diabetes ausführlich nach ihrer Ernährung befragt worden. "Wir entdeckten ein Ernährungsmuster, welches mit einem um bis zu 80 Prozent niedrigeren Diabetesrisiko einherging", berichtet Professor Dr. med. Andreas Pfeiffer, Leiter der Abteilung Klinische Ernährung am DIfE. Dieses beinhaltete:

  • viel frisches Obst

  • selten zuckerhaltige Limonaden oder Bier

  • wenig Fleisch, Fleischwaren, Hülsenfrüchte und helle Brotsorten


Die Untersuchung, eine sogenannte Fall-Kontroll-Studie, ist kein endgültiger Beweis. Professor Pfeiffer ist jedoch sicher: "Das Diabetesrisiko lässt sich allein durch eine Ernährungsumstellung unabhängig vom Körpergewicht reduzieren." Hauptbestandteil einer gesunden Ernährung ist vor allem wenig Fett, das im Vergleich zu anderen Nährstoffen den höchsten Energiegehalt hat.

So stammte bei den Studienteilnehmern mit dem gesündesten Ernährungsmuster nur 32 Prozent der aufgenommenen Energie aus Fett. Personen, deren Ernährung nur wenig diesem Muster entsprach, nahmen dagegen 40 Prozent der Energie über Fette auf. Diejenigen, die sich gesund ernährten, hielten auch ihr Körpergewicht über einen Zeitraum von vier Jahren stabil. Auch ihre Laborwerte waren gut. Sie hatten einen niedrigen HbA1c-Wert, der Auskunft über die langfristigen Blutzuckerwerte gibt.

Wenig Fett

Es ist nicht die erste Studie die zeigt, dass eine ausgewogene Ernährung dem Diabetes effektiv und nebenbei auch kostengünstig vorbeugt. "In großen Teilen der Gesellschaft ist auch bekannt, wie eine gesunde Ernährung aussehen sollte", meint Professor Pfeiffer: "Trotzdem bevorzugen viele Menschen eine wenig sättigende kalorienreiche Kost, die Übergewicht und Diabetes begünstigt."

Mit dem Alter steigt die Häufigkeit an und über 60 Jahren leidet bereits jeder Zehnte an krankhaft erhöhtem Blutzucker. Immer häufiger sind aber auch schon Jugendliche von der Erkrankung betroffen. Diabetes mellitus, im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Störung des Stoffwechselsystems.

Im Blut der Betroffenen zirkuliert zu viel Glukose. Die Ursache dafür ist ein Mangel am Hormon Insulin, einem körpereigenen Botenstoff aus bestimmten Zellen der Bauchspeicheldrüse. Insulin ist dafür verantwortlich, dass Glukose aus dem Blut in die Zellen gelangt und dort zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Der Diabetiker hat also gleich zwei Probleme: Seine Zellen erhalten zu wenig Nährstoffe, und die im Blut erhöhte Glukose richtet auf die Dauer große Schäden an Gefäßen und Nerven an.

Die Krankheit ist chronisch und bleibt lebenslang bestehen. Allerdings kann durch gezielte Therapie und eine Umstellung der Lebensweise völlige Beschwerdefreiheit erzielt werden. Neben der ärztlichen Therapie finden Betroffene auch in Selbsthilfegruppen Unterstützung.

Quelle: gl, ddg, meduniqua

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