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Espresso, Filterkaffee oder löslicher Kaffee gesünder?

Auswirkungen auf Herz, Blutkreislauf und Stoffwechsel

15.12.2006

Ob nun Filterkaffee, Espresso oder löslicher Kaffee, es gibt keine Hinweise darauf, dass Kaffeekonsum in den üblichen, eingenommenen Mengen mit einem gesundheitlichen Risikoverbunden ist, berichtet Ernährungswissenschaftlerin Anja Baustian von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.. Eine amerikanische Forschergruppe untersuchte im Jahr 2005 die Auswirkung von koffeinhaltigem und entkoffeiniertem Kaffeeauf Herz, Blutkreislauf und Stoffwechsel. Koffeinhaltiger Kaffee hatte keinerlei negativen Effekt auf die gemessenen Parameter Blutdruck, Pulsfrequenz, Body-Mass-Index, Blutzuckerspiegel, Insulinmenge oder verschiedene Blutfettwerte (Gesamtcholesterin, HDL, LDL). Wer Probleme mit demCholesterinspiegel hat, sollte dagegen lieber zu Filterkaffee greifen, da dieser die Kaffeeöle weitgehend herausfiltert.

Nach einem üppigen Essen regen Espresso und Kaffee die Magensäureproduktion sowie Gallensekretion an und bringen dadurch Magen und Darm auf Trab. Kaffeetrinker mit einem empfindlichen Magen sollten eher zumEspresso greifen als zur Tasse Filterkaffee. Denn Espresso ist magenfreundlicher als Filterkaffee. Grund ist die längere und stärkere Röstung der Bohnen. Säuren und andere reizende Substanzen, die oft dem Magen zu schaffen machen, werden dadurch zerstört. Ferner kann Koffein den Blutdruck steigern. Daher hilftKoffein bei Kopfschmerzen. Migräne und chronische Kopfschmerzen lassen sich mit einer Tasse Kaffee jedoch nicht behandeln.

Die klassischste Methode einen Kaffee zu genießen, ist mit Hilfe der Filtermethode. Espressowird nach dem Dampfdruckprinzip zubereitet. Er zeichnet sich durch seine kurze Kontaktzeit - rund 20 bis 30 Sekunden - zwischen Espressomehl und Wasser aus. Löslicher Kaffee ist ein Produkt das ausschließlich aus Röstkaffeeunter Verwendung von Wasser hergestellt wird. Das Instantpulver entsteht aus der Flüssigkeit gebrühter Bohnen, die nach dem Entfernen des Kaffeesatzes konzentriert und getrocknet werden. Von den Inhaltsstoffen unterscheiden sich die drei nur geringfügig. Kaffee besteht aus über 1200 Inhaltsstoffen: unlösliche Kohlenhydrate, lösliche Kohlenhydrate, Kaffeeöle, Maillard-Produkte, Alkaloide darunter das Koffein, Mineralstoffe, Säuren, wie Zitronen-, Essig-, Apfel-, Chlorogen- und Chinasäure sowie 1000 flüchtige Aromastoffe.

Auch wenn Kaffee gesundheitlich unbedenklich ist, sollten bei einer ausgewogenen Ernährungsweise nicht mehr als vier bis fünf Tassen täglich konsumiert werden. Außer der Zubereitung sind die Inhaltsstoffe und somit die physiologische Wirkung relativ gleich. Ob es nun der Filterkaffee, Espresso oder doch löslicher Kaffee sein soll, hängt alleine vom Geschmack ab.

Quelle: Ges. f. Ernährungsmedizin und Diätetik

 

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