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Gefahr des Ertrinken : Schnelle Hilfe rettet Leben

Jedes Jahr sterben Menschen bei Badeunfällen

09.07.2009


Sommerliches Badevergnügen ist leider nicht immer ganz ungefährlich. Mit Beginn der Badesaison häufen sich wieder die Berichte über schwere Badeunfälle. "Besonders gefährdet sind Kinder", weiß der leitende Notarzt des Wiener ÖAMTC-Notarzthubschraubers Christophorus 9, Klaus Legner. "Ertrinken steht bei Kindern weit oben auf der Liste der unfallbedingten Todesfälle." Das Risiko eines Unfalls kann mit einigen Maßnahmen und Verhaltensregeln drastisch gesenkt werden. Besondere Bedeutung kommt der Aufsicht durch Erwachsene zu. "Kinder sollten sich niemals unbeobachtet oder alleine im oder in der Nähe von Wasser aufhalten", rät der ÖAMTC-Notarzt. "Auch ältere Geschwister eignen sich nur bedingt als Aufsichtspersonen." Schwimmflügel oder Schwimmscheiben sind ein unbedingtes Muss bei Kindern, die noch nicht schwimmen können. Sie bieten aber auch keine Sicherheitsgarantie. Badeteiche und Schwimmbecken im eigenen Garten sollten in jedem Fall eingezäunt werden, damit Kleinkinder nicht aus Versehen hineinfallen können.

"Badeunfälle bei Erwachsenen wiederum werden meist durch ein internistisches oder neurologisches Problem ausgelöst", so der ÖAMTC-Notarzt. "Ein Sprung ins kalte Wasser kann den menschlichen Körper stressen." Diese ungewohnte Kreislaufbelastung kann im schlimmsten Fall zu Herzversagen führen. Aber auch der sportliche "Köpfler" in unbekanntes Gewässer birgt große Gefahr: "Jedes Jahr endet der Kopfsprung für einige Patienten mit bleibender Lähmung", mahnt Legner vor zuviel Übermut.

Rasches und umsichtiges Handeln kann Leben retten

"Sollten Badegäste im Wasser eine hilflose Person entdecken, so ist schnelles Handeln gefordert", sagt der ÖAMTC-Notarzt. "Die rasche Hilfe während der ersten Minuten bzw. bis zum Eintreffen der Rettungskräfte und des Notarztes ist besonders wichtig und kann letztlich über Leben oder Tod entscheiden." Einen offensichtlich bewusstlosen Menschen aus dem Wasser zu retten erfordert je nach Situation Geschick und Kraft oder auch den Einsatz weiterer Retter. Noch während der Rettung aus dem Wasser sollte bereits mittels eines Notrufs über 144 Hilfe angefordert werden. "Da das menschliche Gehirn nur drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoff auskommt, befinden sich bewusstlose Patienten in akuter Lebensgefahr", erklärt der ÖAMTC-Notfallmediziner.

"Zeigt der vermeintlich Ertrunkene keine Lebenszeichen mehr, muss sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden." Diese bestehen jedoch keinesfalls darin, Wasser aus Lunge oder Magen "herauszupressen", denn das kostet nur wertvolle Zeit und bringt nichts. Die notwendige Erstmaßnahme ist eine Kombination aus Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund bzw. Mund-zu-Nase-Beatmung. "Egal, ob die Wiederbelebung allein oder zu zweit durchgeführt wird, auf 30 Herzdruckmassagen folgen jeweils zwei Atemspenden", weiß Legner. Einzige Ausnahme: Bei Kindern werden zuerst fünf Beatmungen durchgeführt und erst dann mit der Herzdruckmassage begonnen.

Wenn jemand zu ertrinken droht, sollte bei einem Hilfeversuch keinesfalls auf den Eigenschutz vergessen werden. "Ertrinkende können sich in ihrer Panik an den Helfer klammern und ihn so ebenfalls unter Wasser drücken", warnt der ÖAMTC-Notarzt. "Es ist daher immer ratsam, andere über die Rettungsaktion zu informieren und ein schwimmendes Hilfsmittel mit ins Wasser zu nehmen, an dem sich der Ertrinkende festhalten kann."

Quelle: ÖAMTC

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