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Diabetestag - Achtung ab Blutzucker 100!

Wichtige Infos und Tipps rund um Diabetes

Die Experten der Österreichischen Diabetes Gesellschaft appellieren anlässlich des internationalen Diabetestages am 14. November an die Österreichische Bevölkerung:

  • Diabetes Mellitus Typ 2 ist eine Volkskrankheit mit schwerwiegenden Folgen.
  • Blutzucker 100 ist der Grenzwert, ab hier müssen Taten folgen.
  • Schwangerschaftsdiabetes erhöht das Risiko für eine weitere Diabeteserkrankung.
  • Diabetes ist speziell im Alter eine große Gefahr.
  • Der Vorstufe des Diabetes Mellitus Typ 2 kann durch gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung gegengesteuert werden.

Diabetes Typ 2 hat sich zur Volkskrankheit entwickelt. In Österreich leben derzeit über vierhunderttausend Typ 2 Diabetiker und noch viel mehr Menschen mit Insulinresistenz, die zu Diabetes führt, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird. Vielen Betroffenen ist das Risiko, mit dem sie leben, nicht bewusst. Anlässlich des diesjährigen Welt Diabetes Tages am 14. November 2004 weisen die Experten der Österreichischen Diabetes Gesellschaft auf die Gefahren hin.


Grenzwert Blutzucker 100


"Es ist mir ein besonderes Anliegen, auf den Blutzuckerwert 100 hinzuweisen," betont Prim. Ao. Univ.-Prof. Dr. Michael Roden, der Präsident der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, "dies ist der absolute Warnhinweis. Wer diesen Wert bei Vorsorge-Untersuchungen erreicht, sollte sofort seine Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände überdenken. Gesundes Essen vor allem Gemüse und Fisch (Omega-3 Fettsäuren) in Kombination mit ausreichender Bewegung können sogar ohne die Gabe von Medikamenten eine Trendwende in Richtung Gesundheit bewirken."


Die wichtigsten Warnsignale und aktuellsten Grenzwerte bei Insulinresistenz


"Insulinresistenz ist die Vorstufe des Diabetes," erklärt Roden, "in diesem Stadium ist es noch sehr gut möglich gegenzusteuern. Zu diesem Zeitpunkt muss die Arbeit an der eigenen Gesundheit beginnen, sonst müssen die Betroffenen mit Diabetes und den Folgeerkrankungen rechnen, und außerdem verdoppelt bereits die Insulinresistenz das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen."


Fünf Kriterien definieren die Insulinresistenz:

  • der Taillenumfang: bei Männern größer als 94 cm, bei Frauen größer als 88 cm
  • die Triglyzeride: höher als 150mg/dl
  • das HDL-Cholesterol (das "gute" Cholesterin): niedriger als 40 mg/dl (bei Männern) und 50 mg/dl (bei Frauen)
  • der Blutdruck: ab 130 zu 85 mmHg
  • der Blutzucker: ab 100 mg/dl

Wenn drei dieser fünf Parameter gegeben sind, spricht man von einer Insulinresistenz. Ein Vergleich der großen internationalen Studien macht deutlich, dass Diät und Bewegung das Diabetesrisiko besser senken als medikamentöse Therapien.


Fett macht zuckerkrank


Durch Untersuchungen mittels Magnetresonanz konnte Roden mit seinem Forscherteam nachweisen, dass Fettsäuren auf jede einzelne Muskel- und Leberzelle mehrfach wirken und die Insulinaufnahme der Zellen bei jeder Zufuhr von Fett vermindern. Es blockiert das Insulin, verhindert die Glukogensynthese, beschäftigt die Zellen durch Oxidation und verhindert so die Aufnahme des Zuckers in die Zelle.


Folgeerkrankungen von Diabetes


Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Durchblutungsstörungen in den Beinen und Händen bis hin zur Amputation, Erblindung und Tod sind die drastischen Folgen einer unbehandelten Diabeteserkrankung. "Diabetiker haben - abgesehen von den anderen Risikofaktoren - ein zwei- bis sechsfach erhöhtes kardiovaskuläres Risiko," erklärt Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Wascher, Vorstandsmitglied der ÖDG, Medizinische Universitätsklinik Graz, "gleichzeitig ist Diabetes die Hauptursache für Erblindung im Erwachsenen-Alter und für nicht-traumatische Amputationen."

Roden weist darauf hin, dass "schon die Verbesserung des Langzeit-Blutzuckerwerts um ein Prozent die Gefahr von Herz-Kreislauferkrankungen deutlich reduziert, aber leider noch immer bei fast der Hälfte der Diabetiker eine Senkung dieses Werts in den Normalbereich nicht erreicht wird."


Schwangerschaftsdiabetes erhöht ein späteres Diabetesrisiko


"Gestationsdiabetes (GDM), der Diabetes in der Schwangerschaft, steigt in unserer Zivilisationsgesellschaft ebenfalls an," so Ao. Univ.-Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer, Erster Sekretär der ÖDG, Medizinische Universität Wien. "Die Risiken dieser Erkrankung liegen nicht nur in der Zeit der Schwangerschaft. Neben den Gefahren für Mutter und Kind vor und während der Geburt steigt für beide auch die Gefahr, später an Diabetes zu erkranken, deutlich an."

In Mitteleuropa leiden rund 7% der schwangeren Frauen an GDM. Das Hauptmerkmal des GDM ist die Entwicklung einer diabetischen Fetopathie. Diese bedingt eine höhere Rate an makrosomen Kindern (Kinder mit einem Geburtsgewicht über vier Kilogramm). Diese Stoffwechsel-Fehlprogrammierung schon vor der Geburt führt in vielen Fällen bereits bei Kindern zu einem metabolischen Syndrom, das wieder einer der Risikofaktoren für das Ausbrechen einer Diabeteserkrankung ist.

Der Schwangerschaftsdiabetes tritt häufig bei Frauen mit Adipositas, erhöhtem Alter und chronischem Bluthochdruck auf. Eine weitere Risikogruppe sind Frauen, in deren Familien Diabetes mellitus Typ 2 bereits aufgetreten ist. Kautzky meint "Die besondere Bedeutung des Gestationsdiabetes liegt darin, dass wir mit der entsprechenden medikamentösen und Lebensstil-ändernden Therapie gleich zwei Generationen vor den Gefahren des Diabetes bewahren können."


Diabetes im Alter


"Für Menschen über 60 Jahre bedeutet ein manifester Diabetes eine verdoppelte Sterblichkeit, ein doppelt so hohes Risiko für körperliche Beeinträchtigungen und eine Verdoppelung der Spitalseinweisungen", erklärt Prim. Univ.-Doz. Dr. Peter Fasching, Vorstandsmitglied der ÖDG, Geriatriezentrum Baumgarten. "Es ist davon auszugehen, dass jeder zweite Betroffene undiagnostiziert ist und somit nichts von seiner Erkrankung weiß."

Der zukünftig zu erwartende Anstieg der Zahl der Diabetiker in entwickelten Ländern ist größtenteils der Altersgruppe der über 64-Jährigen zuzuschreiben. Gerade die Kombination mit anderen geriatrischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Demenz, führt zu einem beschleunigten Verlust der Selbstständigkeit und zu stationärer Pflegebedürftigkeit.


Die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) ist die ärztlich-wissenschaftliche Fachgesellschaft der österreichischen Diabetes-ExpertInnen, mit der zentralen Aufgabe, die Forschung und den wissenschaftlichen Austausch aller auf dem Gebiet der Diabetologie tätigen ForscherInnen und ÄrztInnen zu fördern. Mehr Infos finden Sie hier auf der Webseite der ÖDG ...

Der 14. November ist der Geburtstag von Frederick Banting, einem der Forscher für die Entdeckung von Insulin im Jahre 1921. Heute ist der 14. November eine Gelegenheit, die Fortschritte im medizinischen und sozialen Bereich zu feiern, aber auch eine Erinnerung, wie viel noch getan werden muss, um die Situation von Diabetikern weiter zu verbessern.

Umfangreiche Infos zum Thema Diabetes finden Sie auf den folgenden Seiten ...


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