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Diabetes-Erkrankungen in Wien steigen an

WGKK bietet umfassende Versorgung für Diabetiker

25.04.2006

Düstere Prognosen seitens der WHO: Die so genannte Zuckerkrankheit mutiert zur neuenVolkskrankheit und wird als Epidemie des 21. Jahrhunderts gehandelt. Bis 2025 könnte sich die Zahl der Diabetiker auf weltweit 300 Millionen belaufen, drei Viertel davon in den entwickelten Industrienationen. Jährlich nimmt die Zahl der Diabetiker um rund fünf Prozent zu. Bei gleich bleibender Entwicklung wird es in 20 Jahren doppelt so viele Diabetiker geben wie heute, bedingt durch Lebensstil-Faktoren wie Fehlernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel oder Nikotinkonsum. Österreich folgt dem internationalen Trend. Derzeit müssen mehr als 300.000 Österreicher mit der Diagnose Diabetes Typ 2 leben, wobei von einer beträchtlichen Dunkelziffer unerkannter Fälle ausgegangen wird.

Hoher Diabetikeranteil in Wien

Wien hat den bundesweit höchsten Diabetikeranteil, gefolgt von Oberösterreich und Niederösterreich: An die 65.000 Männer und Frauen leiden in der Bundeshauptstadt an Diabetes. 2001 entfielen 9.000 der rund 44.000 stationär behandelten Diabetes-mellitus-Fälle auf Wien, das waren knapp 120.000 Spitalaufenthaltstage. Die wenigsten stationären Behandlungsfälle wurden in Salzburg, im Burgenland und in Vorarlberg verzeichnet.

WGKK bietet umfassende Versorgung für Diabetiker

Die steigende Zahl an Diabetikern stellt für die Wiener Gebietskrankenkasse eine große organisatorische, medizinische und finanzielle Herausforderung dar: Im Jahr 2005 bekamen mehr als 58.000 WGKK-Versicherte Antidiabetika verschrieben. Elf Prozent aller in Wien lebenden Diabetiker werden in einem der vier Diabetesambulanzen in den WGKK-Gesundheitszentren betreut bzw. im Hanusch-Krankenhaus, wo es neben einer medizinischen Abteilung mit dem Schwerpunkt Diabetologie auch eine Diabetes-Spezialambulanz gibt. Rund sechs Prozent der Wiener Diabetiker nehmen den Service der WGKK-Diät- und Ernährungsberatungsstellen in den Gesundheitszentren oder im Hanusch-Krankenhaus in Anspruch. Ganze 95 Prozent der Patienten versorgen sich dort auch mit diversen Diabetikerartikeln wie Teststreifen, Lanzetten oder Pengeräten. Für insulinpflichtige Diabetiker werden der erforderliche Bedarf zur Selbstkontrolle sowie der Folgebedarf (z. B. Lanzetten) gratis von der WGKK zur Verfügung gestellt. Diabetiker, die nicht insulinpflichtig sind und sich privat ein Blutzuckermessgerät gekauft haben, können ebenfalls den Nachfolgebedarf kostenfrei beziehen.

Leistung der WGKK steigt rasant

Der finanzielle Aufwand der WGKK für die "Wohlstandskrankheit" Diabetes entwickelt sich rapid: Wurden 1995 noch 260.000 Packungen Antidiabetika verordnet, so waren es 2005 bereits über 600.000 Packungen. Die dabei anfallenden Heilmittelkosten haben sich im gleichen Zeitraum von 7,5 Mill. auf 13,3 Mill. fast verdoppelt.

Kostenlose Versorgung für Diabetiker muss gewahrt bleiben

Trotz der explodierenden Diabetes-Kosten spricht sich Franz Bittner, Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse, weiterhin für eine kostenfreie, umfassende Versorgung der Diabetiker und gegen Selbstbehalte aus: "Es ist erwiesen, dass Menschen mit chronischen Krankheiten tendenziell in den unteren Bildungs- und Einkommensschichten zu finden sind. Ein Beispiel: Eine Wienerin mit Pflichtschulabschluss hat ein vierfach höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken, als eine Wiener Universitätsabsolventin." Ältere treffe es zudem häufiger als Junge: "Rund 53 Prozent der Diabetiker sind 65 Jahre oder älter. Gerade dieser Personengruppe wäre es nicht zuzumuten, selbst laufend für die notwendigen Arzneien aufzukommen", so Bittner. Finanzielle Sanktionen würden nichts an der Hauptursache für Diabetes, also am ungesunden Lebensstil, fehlenden Gesundheitsbewusstsein oder an krankmachenden Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bürger ändern, ist der WGKK-Obmann überzeugt. Ein wirkungsvollerer Ansatz sei jedoch eine breite Gesundheitsaufklärung, wie sie die WGKK im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu leisten versucht.

Quelle: ots

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