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Depressionen : Frauen fast doppelt so oft betroffen

Lebensumstände und genetische Gründe verantwortlich

03.05.2006
 
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass sich Depressionen bis zum Jahr 2015 nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur zweiten Volkskrankheit entwickeln werden. In Österreich leiden acht Prozent der Bevölkerung - etwa 640.000 Menschen - an einer depressiven Erkrankung. Außerdem kennen 34,6 Prozent der Österreicher und 42,4 Prozent der Österreicherinnen mindestens ein Merkmal einer Stimmungsstörung, wie die Auswertung eines Fragenbogens der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) ergeben hat. Frauen sind fast doppelt so oft betroffen wie Männer: Rund 20 bis 25 Prozent aller Frauen und zehn bis zwölf Prozent aller Männer werden irgendwann im Laufe ihres Lebens depressiv.

Die erste Erfahrung mit einer Depression wird üblicherweise in einem Alter zwischen 25 und 44 Jahren gemacht. Im höheren Alter steigt das Vorkommen der Depression: 26 bis 40 Prozent der Altersheimbewohner sind von einer Depression betroffen. Ältere Menschen leiden häufiger unter Einsamkeit, Verlust oder Krankheiten. Meist gibt es jedoch keine klare Ursache für eine Depression. Die Krankheit wird vielmehr durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, wie genetischer und psychologischer sowie Umweltfaktoren, ausgelöst.

"Einerseits liegt die Ursache für das Entstehen einer Depression in den Lebensumständen. Andererseits gibt es auch ganz klare genetische Gründe: Ist ein Elternteil depressiv, dann besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, selbst depressiv zu werden", so Christoph Stuppäck, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (ÖGPP). Eine dritte Ursache sei ein Mangel an so genannten "Botenstoffen" wie etwa Serotonin und Noradrenalin im Gehirn.

Die ÖGAM-Studie zeigt, dass 20,4 Prozent der Österreicherinnen und 7,1 Prozent der Österreicher sich in letzter Zeit schlapp, müde oder antriebslos fühlen. Zehn Prozent der Frauen und 7,1 Prozent der Männer sagten im Gegensatz zu früher übervorsichtig, misstrauisch und reizbar zu sein. 7,7 Prozent der Frauen und 3,6 Prozent der Männer stellten fest, dass ihre Stimmung auffällig oft, plötzlich und unmotiviert schwankt. 6,6 Prozent der Österreicherinnen und 6,3 Prozent der Österreicher gaben an, das Interesse an Tätigkeiten verloren zu haben, die ihnen früher Freude bereiteten.

"In der Befragung spiegelt sich klar wieder, dass Frauen wesentlich häufiger an Stimmungsstörungen leiden als Männer", so Anita Rieder, Präsidentin des Vereins "Altern mit Zukunft". Das hat sowohl soziologische als hormonelle Gründe, erläutert Stuppäck. Frauen fühlen sich häufiger als Männer durch Lebensereignisse belastet und leiden häufiger unter Alltags- und Arbeitsstress. "Zudem gehen Frauen einfacher und öfter zum Arzt, während Männer nur schwer über depressionsbezogene Probleme reden. Bei Männern äußert sich eine Depression eher in einer Suchterkrankung", so Stuppäck.

Quelle: pta

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