Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Depressionen im Alter

Bald 200.000 Betroffene über 65

Statistisch erkrankt in Österreich jeder fünfte Mensch einmal in seinem Leben an einer Depression. "Psychische Störungen und Alkohol-Missbrauch zählen zu den häufigsten Problemen in der Allgemeinbevölkerung", erklärt Michael Musalek, ärztlicher Direktor des Anton-Proksch-Instituts. Die Ergebnisse einer Studie der Österreichischen Gesellschaft für depressive Erkrankungen (ÖGDE) besagen, dass immer mehr ältere Menschen an Depressionen erkranken.

Im Rahmen der Studie VITA wurden 606 Personen der Geburtsjahrgänge 1925 und 1926 befragt. Demzufolge kommen depressive Syndrome bei 75- bis 76-jährigen Wienern häufig vor, insgesamt sind 22% der Untersuchten davon betroffen. Der Studie zufolge gibt es in Österreich hochgerechnet mindestens 200.000 an Depression leidende Menschen über 65 Jahre. Jeder dritte depressive Patient der VITA-Studie wurde bereits mit einem Antidepressivum behandelt, aber niemand besucht derzeit eine Psychotherapie.

Alkoholismus und Depressionen werden in Österreich erst sehr spät erkannt und dementsprechend schlecht ist die Prognose. "In Österreich sind Depressionen ein unterdiagnostizierter Bereich und es herrscht enormer Behandlungsbedarf", meint Georg Psota, leitender Oberarzt des Gerontopsychiatrischen Zentrums in Wien. Hermann Koutek, Generalsekretär der ÖGDE, sagte zur zunehmenden Zahl der Depressiven: "Gelänge es uns, für jeden Menschen in Österreich, der von einer Depression betroffen ist, nur einen einzigen Euro als Unterstützung zu verhalten, könnten wir weit professioneller agieren und sorgloser in die Zukunft schauen, aber gleichzeitig unsere Aktivitäten noch ausweiten".

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden Depressionen im Jahre 2020 die dritthäufigste Krankheit darstellen. Eine Studie der WHO zeigt, dass bei der Bevölkerung zwischen 15 und 44 Jahren Depressionen immerhin schon zu zehn Prozent für "durch Krankheit behinderte oder verlorene Lebensjahre" verantwortlich sind. Dieser Prozentsatz steigt bei Personen in einem höheren Lebensalter auf etwa das Doppelte bis Fünffache. Dem Fonds "Gesundes Österreich" zufolge beträgt der volkswirtschaftliche Schaden durch Erkrankungen um die 1,6 Mrd. Euro.

Das Vorliegen einer Depression erhöht das Risiko des Auftretens einer Alkoholkrankheit um das Zwei- bis Dreifache. 30 bis 60 Prozent der Alkoholkranken leiden unter depressiven Symptomen, das Selbstmordrisiko ist bei Alkoholkranken auf das 60 bis 120-fache gestiegen. 80 Prozent der an Depressionen erkrankten Frauen haben auch Alkoholprobleme.

Quelle: pte


Hier kommen Sie zur Übersicht unserer Seiten zum Thema Depression ...




Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...