Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Darmbeschwerden : Abführmittel nicht die beste Wahl

Infos und Tipps für einen darmfreundlichen Lebensstil

Über Verdauung spricht man nicht – man hat sie! Für Österreicherinnen und Österreicher scheint das Thema Verdauungsbeschwerden ein ähnliches Tabuthema zu sein wie die eigene Sexualität. Kaum anders lässt sich erklären, warum so viele Betroffene erst sehr spät oder gar keine ärztliche Hilfe zu diesem Thema in Anspruch nehmen. 73 Prozent der jährlich fast 3 Millionen verkauften Packungen Abführmittel werden ohne Arztrezept als OTC-Produkt abgegeben. Damit laufen viele Patienten jedoch Gefahr, sich den oft erheblichen Nebenwirkungen eines langfristigen Ge- bzw. Missbrauchs auszusetzen. Darmschleimhautreizungen, Reizdarm und Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes, die u.a. zu Kreislaufbeschwerden führen können, sind häufige Folgen. Leider werden Abführmittel oft auch fälschlicherweise als "Entschlackungs- oder Entgiftungsmittel", als Unterstützung bei Reduktionskuren oder zur "Säuberung des Darms" über einen längeren Zeitraum eingenommen.

Der Darm als Sprachrohr der Seele

Verstopfung ist nur eines der immer häufiger auftretenden Probleme der Bevölkerung in den Industrieländern. Abführmittelmissbrauch, Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln wie auch Stress oder "unverdaute" Probleme äußern sich immer öfter im so genannten Reizdarmsyndrom. Dieses ist meist gekennzeichnet durch abwechselnd auftretende Durchfälle und Verstopfung, gepaart mit Blähungen und Bauchschmerzen. Die psychosomatische Dimension dieser Funktionsstörung wird häufig unterschätzt. Mehrere Studien weisen darauf hin, dass psychotherapeutische Behandlungen bei diesem Leiden erfolgreich sind. Deshalb empfiehlt es sich, symptomorientierte Therapien mit Medikamenten zu Gunsten eines ganzheitlichen Weges hintan zu stellen bzw. beide zu kombinieren.

Man muss nicht täglich "können"

Geregelter Stuhlgang ist für viele Menschen wichtig, Unregelmäßigkeiten in beide Richtungen gehen nicht selten mit einen Verlust an Lebensqualität einher. Von echter Verstopfung spricht man erst, wenn über mehrere Wochen seltener als alle drei Tage Stuhl nur unter großer Pressanstrengung abgesetzt werden kann. Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, finden Sie hier einige


Tipps für einen darmfreundlichen Lebensstil:


Ballast ein- statt abwerfen!

In Österreich wird die täglich empfohlene Ballaststoffzufuhr durchschnittlich nur zu etwa 2/3 erreicht. Der häufigere Griff zu Vollkornbrot, Naturreis und Müsli sowie die Verdoppelung der täglichen Obst- und Gemüseration sind die großen Meilensteine zum Erreichen einer regelmäßigen Verdauung.


Tief ins (Wasser-)Glas schauen!

Große Mengen an Ballaststoffen in isolierter Form bzw. ohne "flüssigen Partner" können sogar bis zum Darmverschluss führen. Trinken ist generell angesagt, erst recht bei ballaststoffreicher Ernährung. Minimum: 1,5 Liter, besser noch 2-2,5 Liter alkoholfreie Getränke pro Tag.


Den Gürtel weiter schnallen!
Zu enge Hosen(bunde) oder andere einengende Kleidung tragen kombiniert mit überwiegend sitzender Haltung zu Blähungen und Reizdarm bei.


Darmnützlinge lieben's sauer!

Viele Milliarden Bakterien sitzen in den tiefen Darmabschnitten und helfen mit, die Verdauung in Schwung zu halten. Um den nützlichen Darmbewohnern die Lebensbedingungen so angenehm wie möglich zu gestalten, lohnt sich der tägliche Griff zu Sauermilchprodukten (Acidophilusmilch, Sauermilch, Joghurt) oder auch Sauerkraut. Die enthaltene Milchsäure stellt eine Wohltat für das Ökosystem Darm dar.


Kurze Gymnastik statt langer Sitzung!

Wer speziell die tiefer liegenden Schichten der Bauchmuskulatur trainiert, "massiert" indirekt auch das Darmsystem. Regelmäßige Bewegung in Alltag und Freizeit bewegen auch den Bauch.


Verdauung nicht "erpressen"!
Täglicher Stuhlgang muss nicht sein. Wer regelmäßig nur jeden 2. Tag den Porzellanthron besteigt, hat genauso wenig Handlungsbedarf wie der Reisende mit einigen Tagen Stuhlabstinenz. Ausnahmen dürfen auch hier sein!


Stress lass nach!
Wer täglich hektisch von einem Termin zum nächsten hetzt, darf sich nicht wundern, wenn am stillen Örtchen die Sitzung erfolglos bleibt und/oder Reizdarmsymptome den Alltag begleiten. Regelmäßige Entspannung tut nicht nur der Seele, sondern auch dem Darm gut.


Quelle: VEÖ, Mag. Sabine Bisovsky



Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...