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Chronische Bronchitis COPD - Frühe Diagnose wichtig

Lungenfunktionstest als Teil der Gesundenuntersuchung gefordert

17.11.2004

Der 17. November wird heuer bereits zum dritten Mal als Welttag der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) begangen. Personen mit COPD-Risiko sollen dabei ermutigt werden, ihren Arzt aufzusuchen und eine Behandlung zu beginnen, wenn bei ihnen diese Krankheit festgestellt wird. Leider wird COPD häufig erst diagnostiziert, wenn sie bereits weit fortgeschritten ist und die Lebensqualität einschränkt.

COPD ist eine Lungenerkrankung mit verheerenden Auswirkungen, bei der Patienten nach und nach die Fähigkeit zum Atmen verlieren. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich über 2,75 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Sie wird weltweit als vierthäufigste Todesursache geführt.

Bei COPD - im Volksmund auch " Raucherlunge " genannt, kommt es durch ein Zusammenspiel von chronischer Bronchitis und Verengung der Bronchien zu einer Überblähung der Lungenbläschen. Die Lunge reagiert auf schädigende Partikel wie z.B. Tabakrauch mit entzündlichen Reaktionen. Das Atmen, vor allem das Ausatmen, fällt den Betroffenen dabei immer schwerer. In der Folge wird der Gasaustausch zwischen Atemluft und Blut gestört und der Sauerstoffgehalt im Blut nimmt ab. Mit fortschreitender Krankheit wird die körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten immer geringer und es können z.B. durch Infektionen lebensbedrohende Zustände eintreten.

Anlässlich des COPD-Welttages fordert der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP), Lutz-Henning Block, die Aufnahme der Spirometrie (Lungenfunktionstest) in die Gesundenuntersuchungen. "Neben dem Rauchen aufhören ist sie die einzig wirksame Präventionsmaßnahme, um die dramatische Zunahme von COPD einzudämmen", erklärt Block. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit sind Therapiemöglichkeiten stark eingeschränkt, deshalb kommt einer frühzeitigen Diagnostik und Behandlung entscheidende Bedeutung zu.

Die gute Nachricht ist, dass es wirksame Behandlungen gibt, mit denen die Lebensqualität der COPD-Patienten verbessert werden kann und sich das Fortschreiten der Krankheit bremsen lässt. In Österreich sind derzeit 400.000 COPD-Patienten registriert, die Dunkelziffer verdoppelt diese Zahl auf 800.000 bis 1,2 Mio. Menschen.

Quellen: pte, ogp


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