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Stress kann Schmerzen in der Brust verursachen

Stress und psychischer Druck erzeugen herzinfarktähnliche Symptome

11.02.2009

Unerklärliche Schmerzen in der Brust veranlassen jährlich tausende Patienten dazu, eine Notfallstation in einem Spital aufzusuchen. Eine Studie der Sahlgrenska Akademie an der Universität Göteborg kommt zu dem Schluss, dass bei vielen Betroffenen einige ausschlaggebende Faktoren ziemlich ähnlich sind. Dazu gehören etwa Stress im Arbeitsleben, Depressionen, Angstgefühle und ein Lebensstil, der in erster Linie aus sitzenden Tätigkeiten besteht.

"Dabei handelt es sich in erster Linie um Schmerzen in der Brust, die mit keinen biomedizinischen Faktoren wie etwa Herzerkrankungen oder anderen Krankheiten zu tun haben", erklärt der Mediziner Christian Lehner. In der Studienliteratur habe sich der Ausdruck NCCP - Non Cardiac Chest Pain - bereits als Erkrankung etabliert, erklärt Lehner. Das Krankheitsbild sei einem Herzinfarkt sehr ähnlich. Bei einer Untersuchung müsse daher genau abgeklärt werden, ob nicht wirklich eine organische Erkrankung vorliegt. Studienautorin Annika Janson Fagring hat in ihrer Arbeit festgestellt, dass allein im Jahr 2006 mehr als 20.000 solcher Krankheitsfälle in Schweden registriert wurden. "Viele der Patienten litten über mehrere Jahre hinweg an wiederkehrenden Schmerzen im Brustbereich. Nachfolgende Untersuchungen konnten keine klare Diagnose stellen", so die diplomierte Krankenschwester.

Die meisten Betroffenen waren Menschen im mittleren Alter. Die Symptome verschlechterten ihre Lebensqualität deutlich. Unterschiede gab es bei den Selbstbeschreibungen der Gesundheitszustände zwischen den Geschlechtern: Männer klagten über Stress am Arbeitsplatz und im Leben, während Frauen eher an Depressionen und Angstzuständen litten. "In westlichen Gesellschaften sind es eher Männer, die unter diesen Symptomen leiden", meint Lehner. Das liege daran, dass auf ihnen der Druck der Verantwortung lastet. "Umgekehrt ist es in matriachalen Systemen. Dort ist auch die Zahl der weiblichen Herzinfarktpatientinnen deutlich größer als jene der Männer."

"Wenn der klinische Zustand eines solchen Patienten geklärt ist und sichergestellt ist, dass es sich weder organische Schäden noch um Probleme mit der Wirbelsäule handelt, empfiehlt sich eine Psychotherapie", meint der Mediziner. Vielfach liege nämlich eine so genannt Herzphobie vor. Dabei handelt es sich um die Angst an einem Herzinfarkt zu versterben bzw. bei einem Herzinfarkt hilflos zu sein. In der schwedischen Untersuchung wurde nämlich deutlich, dass die Betroffenen beider Geschlechter deutlich mehr Symptome von Depressionen und Angstgefühlen aufwiesen als eine gesunde Referenzgruppe. Die Arbeit untersuchte auch die Prognosen der Betroffenen über einen gewissen Zeitraum hinweg und verglich sie mit jenen von Herkranken. Obwohl die unerklärlichen Schmerzen keine lebensbedrohlichen Zustände darstellten, waren die Todesfälle unter Männer ein Jahr nach Beginn der Symptome um ein Drittel höher als bei gesunden Männern. Bei Frauen konnten keine erhöhten Sterberaten festgestellt werden.

Quelle: pte

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