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Bluthochdruck

Vor allem am Morgen noch gefährlicher als bisher angenommen

Neue Studien an der Universität Erlangen belegen eindrucksvoll, dass Bluthochdruck vor allem in den frühen Morgenstunden noch gefährlicher ist als bisher angenommen. Dieses spezielle Phänomen des "Morgenhochdrucks" ist verantwortlich für eine Reihe gravierender Folgeerkrankungen bis hin zum plötzlichen Herztod. Und das betrifft auch Patienten, die bereits Medikamente nehmen, um den Blutdruck zu senken. Lt. Studie erreichen nur etwa 3 von 4 der behandelten Bluthochdruckpatienten am Morgen normale Blutdruckwerte.


Biologische Zeitstruktur des Menschen

Die verschiedensten Körperfunktionen des Menschen unterliegen rhythmischen Veränderungen innerhalb von 24 Stunden. Rhythmen existieren im Blutdruck und Puls, der Körpertemperatur, der Durchblutung von Organen, den Funktionen von Lunge, Leber und Nieren, in den Konzentrationen von Hormonen und Elektrolyten sowie weiteren Bestandteilen des Blutes. Schließlich sind Funktionen auch des Herzens und des Gehirns zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich ausgeprägt. Auch Krankheitssymptome treten tageszeitlich mit unterschiedlicher Häufigkeit auf, z.B. beim Herzinfarkt, bei Angina pectoris und bei Schlaganfällen.


Wie wirkt Bluthochdruck auf Herz und Gefäße?

Bluthochdruck schädigt Herz und Gefäße auf zweierlei Weise – durch direkte Schäden und durch Förderung der Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). So entwickelt sich innerhalb kürzerer Zeit eine krankhafte Vermehrung der Herzmuskelmasse, da der Herzmuskel das Blut dauerhaft gegen einen erhöhten Druck in das Gefäßsystem pumpen muss. Auch die Gefäße selbst leiden unter dem erhöhten Druck, dem die Gefäßwand ausgesetzt ist. Bluthochdruck ist einer der Hauptrisikofaktoren zur Entstehung der Arteriosklerose (Gefäßverkalkung).

Bluthochdruck trägt maßgeblich zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen der Arteriosklerose bei, wie Brustschmerzen (Angina pectoris), Herzinfarkt und Herzschwäche sowie Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine und Erkrankungen der Nierengefäße.


Was geschieht mit der Niere bei Hochdruck?

Die kleinen und kleinsten Blutgefäße der Niere sind dem dauerhaft erhöhten Blutdruck nicht gewachsen. Sie verengen sich mehr und mehr, wodurch ihre Funktionsfähigkeit immer stärker abnimmt. Der Teufelskreis beginnt dadurch, dass diese Gefäßverengung Vorgänge initiiert, die den Blutdruck selbst steigern. Damit treibt die Niere indirekt ihre eigene Schädigung weiter voran. Es kommt zum Untergang von Nierengewebe. Das zerstörte Gewebe wird durch Narbengewebe ersetzt, dass die Niere in ihrer Funktion stark einschränkt. Dieser Funktionsverlust wird allerdings meist zu spät bemerkt, da Warnhinweise nur anhand der Ausscheidung bestimmter Eiweißstoffe im Urin erkennbar sind. Die krankhaften Veränderungen sind irreversibel, also nicht rückgängig zu machen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem völligen Versagen beider Nieren, in dessen weiterem Verlauf eine Blutwäsche (Dialyse) für die Betroffenen unumgänglich ist. Die Lebensqualität und Unabhängigkeit der Patienten wird infolgedessen erheblich eingeschränkt.


Blutdrucksenkung – jeder mmHg zählt!

Bei der Blutdrucksenkung zählt lt. Professor Dr. Roland Schmieder, Leitender Oberarzt an der Universität Erlangen, jeder mmHg. Galt bis jetzt ein Wert von bis zu 140/90 mmHg ("oberer"/"unterer" Wert) noch als normal, befindet sich ein Patient lt. neuesten Studien aus den USA bereits ab einem Blutdruck zwischen 120 und 140 mmHg in einer "Vor-Bluthochdruck-Phase". D.h. auch bei Patienten mit "noch normalen" Blutdruckwerten (130-139/85-89 mmHg) kann eine konsequente blutdrucksenkende Therapie sinnvoll sein, wenn durch zusätzliche Faktoren ein hohes Risiko vorliegt.

Studienergebnisse belegen, dass bei Patienten mit "noch normalem"Blutdruck das Infarktrisiko etwa doppelt so hoch ist wie bei Patienten mit normalem Blutdruck (< 130/85 mmHg). Das Schlaganfallrisiko ist sogar noch höher. Für das globale Risiko dieser Patienten ist es deshalb von erheblicher Bedeutung, ob der Blutdruck systolisch ("oberer Wert") 125 oder 135 mmHg beträgt.

Quelle: djd


Weitere Informationen zum Thema Bluthochdruck finden Sie auf den folgenden Seiten ...



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