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Blei im Trinkwasser - Belastung Tests und Maßnahmen

Neue Broschüre informiert

01.04.2004

Konsumentenschutzminister Mag. Herbert Haupt und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat präsentierten gestern gemeinsam im Sozialministerium die neue Broschüre "Blei im Trinkwasser". Ziel der Broschüre sei es, betonte Haupt, dass die Konsumenten umfassende Informationen erhalten, was zu tun sei, wenn man vermeintlich oder tatsächlich erhöhte Bleiwerte im Trinkwasser der Hausleitung registriert hat.

Wohl gebe es historisch nachvollziehbare Gründe, warum es bis heute in verschiedensten Abschnitten unserer Trinkwasserleitungen Bleileitungen gab und gibt. Es sei jedoch wissenschaftlich betrachtet heute Allgemeingut, dass Bleileitungen ein vermeidbares Risiko für unser Trinkwasser darstellen, weshalb sie in neu errichteten Bauten (nach 1945) auch seit vielen Jahren nicht mehr verwendet werden dürfen. Doch es gebe eben noch genügend Altbauten, die über verbleite Trinkwasserleitungen verfügen.

Je nachdem, in welchem Abschnitt des Trinkwasserweges sich die Bleileitungen befänden, seien die gesundheitliche Beeinträchtigung, die Art und Weise der Abhilfe bzw. der Sofortmaßnahmen und die rechtliche Verantwortlichkeit für einen allfälligen Leitungstausch unterschiedlich zu beurteilen. Welche Konsequenzen sich nun an diese Differenzierungen knüpfen, erfahren Trinkwasserkonsumenten im rechtlichen Teil der vorliegenden Broschüre.

Der Austausch der noch bleihältigen Leitungen im allgemeinen Wasserleitungsnetz sei bereits in vollem Gange. Bis 2007 werde nun die Stadt Wien sämtliche öffentliche Wasserleitungen, die das Wasser vom Wasserwerk zu den einzelnen Häusern führen, ausgetauscht haben. "Bis dahin kann jeder bei der Magistratsabteilung 31 Erkundigungen einholen, ob die Leitungen zu seinem konkreten Haus in seiner Straße bereits getauscht sind. Man kann sich einmal pro Jahr kostenlos über die Wasserqualität informieren", erläuterte Minister Haupt zu diesem Themenkreis.

Sofern Bleileitungen im Inneren des Hauses zur Bleibelastung des Wassers führen und es sich nicht um ein Einfamilienhaus handelt, werde entsprechend der oben skizzierten Abschnitte zu differenzieren sein. Sind die Leitungen in den allgemeinen Teilen eines Hauses Ursache für die Beeinträchtigung (also Steigleitungen), liege es in der Verantwortung des Vermieters bzw. gegebenenfalls der Wohnungseigentümergemeinschaft, den Austausch der Leitungen zu übernehmen. Im Inneren der Wohnung sei es wesentlich schwieriger für die Mieter oder Wohnungseigentümer, von ihrem Vertragspartner den Leitungsaustausch zu verlangen.

Häufig werde aber der Leitungsaustausch die letzte Maßnahme sein, wenn andere - gelindere - Mittel zur Verfügung stehen. Daher sei es wichtig, jenseits der rechtlichen Dimension des Problems über Möglichkeiten zu informieren, wie jede(r) Einzelne einschätzen kann, wie gravierend im konkreten Fall die Bleibelastung ist. Der wichtigste Schritt dazu sei zunächst der Test des Trinkwassers, um das Ausmaß der Belastung festzustellen. Die Broschüre soll den Betroffenen helfen, anhand sämtlicher relevanter Faktoren (u.a. die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, die absehbare Dauer der Belastung, Alternativlösungen) eine vernünftige Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen zu können.

"Was Blei am menschlichen Körper langfristig anrichten kann, das wissen wir. Deshalb ist es so wichtig, alle Bürger, die von verbleiten Wasserleitungen in Ihren Häusern oder Wohnungen betroffen sind, umfassend zu informieren und auch Hilfsmöglichkeiten anzubieten", erklärt Minister Haupt abschließend.

Die Broschüre wird in Kürze beim Broschüren-Bestellservice des Gesundheitsministeriums und Sozialministeriums, bei den Bundessozialämtern sowie in den Gemeinden erhältlich sein.


Lt. einem Test der AK im Juni 2004 gaben 12 von 13 Küchen- und Badezimmer-Armaturen Blei ins Trinkwasser ab. Nähere Informationen finden Sie hier ...


Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie ua. auch auf der Webseite von Global 2000 ...




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