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Bierhefe als Schönheitselixier für die Haut

Die Ernährung hat maßgeblichen Einfluss auf den Zustand der Haut

30.03.2006

Die seit Jahrtausenden als gesundheitsfördernd gepriesene Bierhefe hat unter anderem großen Einfluss auf das äußere Hautbild und die Widerstandskraft von Haut und Bindegewebe, da sie das Wachstum und die Regeneration der Zellen fördert. Ernährungswissenschaftlich ist dies mit der besonders zuträglichen Zusammensetzung an B-Vitaminen zu begründen. Insbesondere Biotin und Folsäure aber auch das Spurenelement Eisen gelten als Förderer vitaler Haut, berichtet Diplom Ökotrophologin Bettina Geier von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik.

Wir wissen heute, dass der äußerlich sichtbare Zustand von Haut und Haaren überwiegend von innen geprägt ist. Es existiert ein großer Zusammenhang zu den mit der Nahrung zugeführten Nährstoffen. Bierhefe weist einen außerordentlich wertvollen Eiweiß-, Vitamin- und Mineralstoffgehalt auf. Das Herausragende der Hefezellen ist, dass sie als "Biospeicher" mit einem Schwamm vergleichbar sind, was die Basis für die hohe Vielfalt und Konzentration der Nährstoffe ist. Hautwirksam im positiven Sinn sind vor allem die enthaltenen Vitamine B2, Niacin (B3), Pantothensäure (B5), B6 sowie Biotin (B7). Diese Reglerstoffe erhalten die Spannkraft der Haut und schaffen schnelle Abhilfe bei Trockenheit und Juckreiz. 

Das B-Vitamin Biotin wird aufgrund seiner Schlüsselfunktion im Stoffwechsel der Haut auch oft als Vitamin H(aut) bezeichnet und zieht besondere Aufmerksamkeit in der Anti-Aging- und dermatologischen Forschung auf sich. Biotin fördert insbesondere das Zellwachstum von Haut und Bindegewebe. Ein Biotinmangel zeigt sich in akuter Form von Hautstörungen, Haarausfall, spröden Nägeln und Entzündung des Zungengewebes. Natürliche Biotinquellen sind Nüsse, Samen und Bierhefe. B-Vitamine sind in Vollkornprodukten, Gemüse, Reis, Weizenkeimen, Äpfeln, Sesamsamen, Fischen, Eiern, Leber, Mandeln, Keimen, Petersilie und in Bierhefe enthalten. Da der Organismus diese wasserlöslichen Vitamine nur kurzzeitig und in geringem Maße speichern kann, muss man sie täglich mit der Nahrung zuführen.

Die Haut ist mit einer Fläche von fast zwei Quadratmetern das größte und zugleich sichtbarste Organ. Das individuelle Hautbild ergibt sich als ganzheitlicher Gesamtausdruck der körperlichen und seelischen Verfassung mit einer hohen Aussagekraft. Eine einseitige Ernährung hinterlässt auf Dauer zwangsläufig ihre Spuren auf der Haut. Hautprobleme, trockene oder sensible Haut, Juckreiz oder Ausschläge sind oft Hinweise einer unzureichenden Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Ideale Hautbedingungen sind ein ausgewogener und gesunder Lebensstil, wozu ausreichender und gleichmäßiger Schlaf, die Vermeidung von langfristigem, negativen Stress, Schutz vor schädlicher UV-A- und UV-B-Strahlung gehören. Aber auch regelmäßige körperliche Aktivität und eine vielseitige und ausgewogene Ernährungsweise, die reichlich Vitamine und Antioxidantien enthält sowie eine hohe Flüssigkeitsaufnahme von täglich wenigstens zwei Litern Trinkmenge. Wie für den Körper gilt auch für das Hautbild: Gesund leben und speisen hält jung! Bierhefe als ein Bestandteil gesunder Ernährungsweise kann seinen Beitrag dazu tun.

Quelle: Ges. f. Ernährungsmedizin

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