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Bewegung, Vitamin D und Kalzium gegen Osteoporose

Knochenfreundliche Lebensweise schützt

01.12.2005

Steigende Erkrankungszahlen bei Osteoporose: Momentan leiden allein in Deutschland ungefähr sechs Millionen Menschen an Knochenschwund. Experten schätzen, dass sich die Zahl der Osteoporosepatienten in den nächsten 20 Jahren mehr als verdoppeln wird. Osteoporose wird trotzdem immer noch verharmlost – obwohl an den Folgen einer durch den Knochenschwund verursachten Hüftfraktur fast genauso viele Menschen wie an einem Schlaganfall sterben.

Manche Ursachen, beispielsweise eine durch erbliche Belastung ausgelöste Osteoporose, lassen sich nicht beeinflussen. Andere Faktoren wie Fehlernährung und Bewegungs- oder Vitamin-D-Mangel liegen hingegen in der Hand jedes Einzelnen. Das Knochengewebe unterliegt einem lebenslangen Stoffwechsel. Werden die Knochen durch viel Bewegung gefordert, bauen sie mehr Knochenmasse auf als ab, sie werden stabiler. Knochen sind also nicht, wie häufig vermutet, starre, unveränderbare Gebilde!

Wer sich trainiert, trainiert also auch seine Knochen, denn durch regelmäßige Bewegung erhalten die Knochen genügend Reize, um ihren Stoffwechsel anzukurbeln und können sich so kräftigen. Wandern, Gymnastik, leichtes Krafttraining oder Nordic Walking – kurzum: Sport tut gut. Dabei muss es aber nicht in Stress ausarten. "Mäßig, aber regelmäßig" kann man bereits einiges für die Gesunderhaltung tun.

Auch eine "knochenfreundliche" Ernährung ist wichtig. Der Mineralstoff Kalzium ist dabei einer der wichtigsten Bausteine. Bekannt ist, dass Milch ein wichtiger Kalziumspender ist. Ein Liter enthält 1.000 bis 1.200 Milligramm und könnte so den Tagesbedarf eines Erwachsenen decken. Auch Milchprodukte wie Joghurt und Käse sowie grünes Gemüse (Grünkohl, Fenchel, Brokkoli und Lauch) oder kalziumreiches Mineralwasser sorgen für einen ausreichenden Kalziumspiegel.

Ganz besonders wichtig ist zudem eine ausgewogene Zufuhr an Vitamin D, denn dies verbessert die Kalziumaufnahme im Körper und spielt damit eine bedeutende Rolle in der Vorbeugung und Therapie der Osteoporose. Bei ausreichendem Aufenthalt in der Sonne kann unser Körper in der Haut das Vitamin D zwar selbst bilden – in den sonnenarmen Wintermonaten sollte es aber zusätzlich eingenommen werden, um einem Mangel dieses für uns und unsere Knochen so wichtigen Vitamins vorzubeugen. Die Fähigkeit, Vitamin D selbst im Körper über die Haut zu bilden, nimmt mit zunehmendem Alter ab.

Doch auch wer an Osteoporose erkrankt ist, steht der Krankheit nicht machtlos gegenüber. Auch hier gilt: Regelmäßige Bewegung ist das A und O. Ebenso eine wirksame Therapie, beispielsweise mit den zur Therapie in den aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien als Mittel der ersten Wahl ausdrücklich empfohlenen, wöchentlich einzunehmenden Bisphosphonaten in Verbindung mit Vitamin D und kalziumreicher Ernährung.

Quelle: dgk

Nutzungshinweis:

Die Informationen auf dieser Seite dürfen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Beratung oder Behandlung herangezogen werden. Ebenso dürfen Sie diese Inhalte nicht dazu verwenden, eigene Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Gesundheit haben, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt sprechen!

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