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BMI und Alter : Länger leben mit Übergewicht ?

Obere Grenzen des Body-Mass-Index müssen überdacht werden

24.05.2006

Laut aktuellen Studienergebnissen dürften ein paar zusätzliche Kilos ab einem Alter von 80 Jahren mehr nützen als schaden, berichten US-amerikanische Forscher. Die Wissenschafter von der UC Irvine und der University of Southern California hatten anhand der Daten von 13.451 Teilnehmern den Zusammenhang zwischen BMI (Body-Mass-Index) und Sterblichkeitsrateanalysiert. Die Probanden, die zum Zeitpunkt der Erhebung im Mittel 73 Jahre alt waren, gaben Auskunft darüber, wie groß und schwer sie im Alter von 21 gewesen waren, und wie es um ihre aktuelle Größe und ihr Gewicht stand.

Geringere Sterblichkeit bei rundlichen Senioren

Wie die Auswertung ergab, war die Mortalitätsrate unter den fülligeren über 80-Jährigen niedriger als unter den schlanken: Von jenen Personen, die gemäß der geltenden Standards des BMI übergewichtig waren (Werte von 25 bis 29,9), verstarben weniger als von jenen, die als normalgewichtig galten (Werte von 18,5 bis 24,9).

Im Detail war die Mortalitätsrate unter jenen Personen am höchsten, die zum Befragungszeitpunkt untergewichtig waren (BMI unter 18,5) - und zwar auch höher als unter fettleibigen (BMI ab 30). Dagegen waren Übergewichtigkeit und Fettleibigkeit im Alter von 21 Jahren mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden - unabhängig davon, ob die Betroffenen bis zum Studienzeitpunkt wieder abgenommen hatten. Weiters war die Mortalität unter jenen Menschen gesteigert, die von Anfang zwanzig bis zum Seniorenalter abgenommen hatten - unbeeinflusst davon, wie viel sie mit 21 gewogen hatten.

Höheres Alter, andere Standards

Der BMI, der zurzeit für alle Erwachsenen gleichermaßen definiert ist, sei in Bezug auf betagte Personen offenbar weniger geeignet, folgern die Forscher im "American Journal of Epidemiology". "Es scheint, dass Leute in ihren 80ern oder 90ern sogar länger leben, wenn sie nach BMI-Standards ein bisschen übergewichtig sind", stellt Studienleiterin Maria Corrada fest. Die aktuelle Studie bestätige frühere Hinweise, nach denen der BMI auf das Lebensalter abgestimmt werden sollte, erklärt die Epidemiologin.

Demnach sei es empfehlenswert, im frühen Erwachsenenalter im geltenden Normalbereich des BMI zu liegen, und in reiferen Jahren langsam an Gewicht zuzulegen, führt die Bevölkerungswissenschafterin aus. Umgekehrt sei Übergewichtigkeit als junger Erwachsener und dann Untergewichtigkeit im Alter mit erhöhten Sterblichkeitsraten verknüpft. Was für Senioren als "normales" Verhältnis zwischen Gewicht und Größe gelten solle, müsse neu festgelegt werden, resümiert Corrada.

Quelle: eurekalert

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