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Ausrutschen auf dem Gehsteig im Winter

Fußgänger leben im Winter gefährlich

17.11.2006

Es gibt kaum einen Fußgänger der im Winter nicht schon einmal Bekanntschaft mit den Tücken glatter oder rutschiger Flächen machen musste. Zum eisglatten Untergrund kommt auch noch die schlechte Sichtbarkeit, die die Unfallgefahr zusätzlich erhöht. Laut Freizeitunfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) verletzten sich im Jahr 2005 rund 20.700 Fußgänger durch Stürze auf Glatteis, Eisplatten, Schnee und Matsch so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Bei Verkehrsunfällen im Winter 2005/2006 wurden 22 Fußgänger getötet, rund 60 Prozent dieser getöteten Fußgänger waren 60 Jahre und älter. Gut ein Fünftel der insgesamt 962 im letzten Winter verletzten Fußgänger waren Kinder unter 15. "Fußgänger benötigen Schutz, denn sie sind besonders leicht verletzliche Verkehrsteilnehmer. Neben Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa Geschwindigkeitsbegrenzungen für den Straßenverkehr, ausreichender Beleuchtung und Gehsteigräumung kann auch der Fußgänger selbst etwas tun: Festes Schuhwerk und gut sichtbare Kleidung tragen dazu bei, die Unfallgefahr zu verringern", sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des KfV.

Gehsteig als häufigster Unfallort

Mehr als die Hälfte (11.200) aller verunfallten Fußgänger ziehen sich ihre Blessuren auf Verkehrsflächen wie Gehsteigen, Zebrastreifen und Straßen zu. Mit 45 Prozent führt der Gehsteig die "Hitliste" der Unfallorte an, dicht gefolgt von der Straße (44 Prozent). Die Verletzungen reichen vom klassischen Knochenbruch(45 %) an Handgelenk, Unterarmoder Fußknöchelbis zu Prellungen(21 %) und Sehnen- bzw. Muskelverletzungen. "Haus- und Grundstückseigentümer sollten wissen, dass sie bei Schnee und Eis für die ordnungsgemäße Säuberung von Gehsteigen, Gehwegen und Stiegenanlagen entlang ihres Grundstückes verantwortlich sind. Sollte sich ein Passant auf einem ungeräumten Weg verletzten, haftet der Eigentümer", gibt Thann zu bedenken.
 
Besonders groß ist die Gefahr für Fußgänger während der Dunkelheit. Dabei spielt der Aspekt "Sehen und gesehen werden" eine ausschlaggebende Rolle. Nicht nur der Umstand, dass Hindernisse, Eisflächen oder gar Schlaglöcher im Dunkeln schwer zu erkennen sind - der Fußgänger ist gerade für motorisierte Verkehrsteilnehmer kaum sichtbar. Eine KfV-Studie zeigt, dass es bei Nacht eine deutlich geringere Anhaltebereitschaft der Fahrzeuglenker vor Schutzwegen gibt als bei Tag. Vor allem bei schlecht beleuchteten Schutzwegen ist die Bereitschaft der Fahrzeuglenker, den Fußgängern Vorrang einzuräumen, um ein Drittel geringer als bei gut ausgeleuchteten. "Hier ist regelmäßige Kontrolle durch die Exekutive gefragt - ebenso wie die Selbstkontrolle der Lenker in Sachen Geschwindigkeit, Verbesserung der Lichtanlagen von Schutzwegen und Optimierung der Sichtbarkeit von Fußgängern", erklärt Thann. Was die Sichtbarkeit von Fußgängern betrifft, kann der Griff zu Reflektoren bzw. Reflexmaterial lebensrettend sein. Ein Fußgänger, der Kleidung mit Reflektoren oder reflektierende Anhänger trägt, ist vom Autofahrer mit Abblendlicht bereits aus 150 Metern Entfernung erkennbar - ein dunkel gekleideter erst aus etwa 20 bis 30 Metern Distanz. Gerade für Schulkinder sind reflektierende Materialien essentiell, da es auf dem morgendlichen Weg zur Schule häufig noch dunkel ist. Leuchtende Anhänger, Schultaschen und Kleidung mit reflektierenden Einsätzen bieten sich besonders an.

Quelle: KfV

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