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Vorsorgeaktion : Schauen Sie auf Ihre Augen

Kostenlose Sehtests und Infos über die wichtigsten Augenerkrankungen

02.03.2006

Mit dem erfreulichen Anstieg der Lebenserwartung in der Bevölkerung ist leider auch eine Zunahme von zum Teil gefährlichen Augenerkrankungen verbunden. Zu spät erkannte Augenleiden können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Daher startet die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) die Augenvorsorgeaktion 2006 "Schauen Sie auf Ihre Augen". Wie schon im Vorjahr sollen TV-Spots und Medienberichte die Menschen dazu bewegen, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen. Kostenlose Sehtests und Infos über die wichtigsten Augenerkrankungen können über die Info-Hotline der Hilfsgemeinschaft 01/427 33 42 angefordert werden.

Personen über 40 wird empfohlen, regelmäßig mit dem Amsler-Netz, einem einfachen Sehtest, zu überprüfen, ob Störungen des Sehvermögens vorliegen. Das Amsler-Netz ist ein einfaches Gitter aus horizontalen und vertikalen Linien, das aus ca. 30 bis 40 cm Entfernung einige Sekunden lang fixiert wird. Zuerst wird das eine Auge abgedeckt, danach das andere. Werden wellenförmige oder verschwommene Linien wahrgenommen, könnten das erste Symptome einer Augenerkrankung sein. In diesem Fall sollte unbedingt ein Augenarzt konsultiert werden.

Die Wichtigkeit von regelmäßigen Überprüfungen des Sehvermögens berücksichtigen auch die neuen Gesundheitspässe 60 plus für Seniorinnen und Senioren, die das Gesundheitsministerium seit Oktober 2005 einsetzt. Ältere Menschen können im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung auch ihre Sehfähigkeit testen lassen. Der Vorsorgepass 60 plus ist beim BMGF unter Telefon 01/71100-4700 erhältlich.

Immer noch verlieren in Österreich täglich ein bis zwei Menschen so viel an Sehkraft, dass sie auf fremde Hilfe angewiesen sind. Neben schweren Beeinträchtigungen des Alltagslebens bedeutet diese Abhängigkeit für die Betroffenen auch eine große psychische Belastung. Hier bietet die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs ihren Mitgliedern - neben vielen anderen Dienstleistungen - aktive Unterstützung an. Ziel des gemeinnützigen, unabhängigen Vereins ist einerseits die Beseitigung der zahlreichen Barrieren, die blinden und stark sehbehinderten Menschen ein "normales" Leben unmöglich machen, und andererseits die Prävention.

Ursachen für Erblindungen

Für nahezu 50 Prozent aller Erblindungen in den westlichen Industrieländern dürfte der Grüne Star, auch Glaukom genannt, verantwortlich sein. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil dieser Erkrankung, deren verschiedene Formen medikamentös oder mittels Operation behandelt werden können, deutlich an. Der eher unproblematische Graue Star (Katarakt) betrifft ebenfalls ältere Menschen über 60 und ist fast immer operabel. Jährlich werden in Österreich etwa 47.000 Kataraktoperationen durchgeführt. Die Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) kann ab dem 50. Lebensjahr auftreten. Weltweit sind 25 bis 30 Millionen Menschen davon betroffen, in Österreich sind es etwa 125.000 Patienten. Davon leiden rund 25.000 an der "feuchten" Version der AMD, einer heimtückischen und aggressiven Erkrankung, die für rund 30 Prozent aller Neuerblindungen verantwortlich ist. Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt ist daher besonders wichtig, damit solche Leiden rechtzeitig erkannt und entsprechend therapiert werden können.

Vorsorgetipp "Kontraste"

Personen mit Augenerkrankungen haben häufig ein reduziertes Kontrastsehvermögen, d. h. Helligkeits- oder Farbunterschiede zwischen verschiedenen Objekten werden nur schwer oder gar nicht wahrgenommen. Aufgrund einer niedrigen Kontrastempfindlichkeit kann es vorkommen, dass Stufen übersehen, Gegenstände umgestoßen oder die Gesichter bekannter Menschen nicht erkannt werden. Schlechtes Kontrastsehen lässt sich nicht wie eine Fehlsichtigkeit korrigieren.

Am günstigsten ist es, die Dinge des täglichen Lebens so kontrastreich wie möglich zu gestalten, um die Erkennbarkeit zu steigern.

Positiv für gutes Erkennen sind z.B.

  • helles Geschirr auf dunkler Tischdecke

  • dunkles Ziffernblatt und heller Zeiger bei Uhren

  • dunkler Filzstift statt Bleistift oder Kugelschreiber zum Schreiben

  • farbige Markierungen an Haushaltsgeräten und -gegenständen


Durch die Berücksichtigung dieser einfachen Regeln kann Menschen mit Sehschwächen das Alltagsleben erleichtert werden.

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