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Asthma wird von Arzt und Patient anders bewertet

Patienten sagen häufig, dass es ihnen gut gehe

20.04.2007

Die Kommunikation zwischen Patienten, die an Asthma leiden und ihren betreuenden Ärzten lässt oft zu wünschen übrig. Laut einer Studie könnte dies zu einer schlechterenAuseinandersetzung mit der Erkrankung und zu einer an sich leicht vermeidbarenAbnahme der Lebensqualität führen, so die Forscher um Mike Tringale von der Asthma and Allergy Foundation of America (AAFA).

Ärzte und Patienten würden die Asthma-Erkrankung oft völlig unterschiedlich einschätzen, nennt Tringale einen der Gründe für die kommunikativen Probleme: So bewerten Mediziner Asthma häufig nach quantitativen Kriterien - also etwa danach, wie oft die Patienten einen Inhalator benötigen. Betroffene orientieren sich dagegen eher an qualitativen Faktoren, beispielsweise daran, ob sie in der Nacht gut schlafen oder sich untertags wohl fühlen.

Aussagen weichen ab

"Es ist nicht so, dass Ärzte oder Patienten das Falsche sagen würden, aber keiner der beiden erfasst Asthma in all seinen Facetten", beschreibt Tringale. An der von der AAFA durchgeführten Studie nahmen 354 Ärzte, 585 Patienten und 274 Mütter von asthmakranken Kindern teil. Die Aussagen der Betroffenen und der betreuenden Ärzte klafften zum Teil weit auseinander: So gaben nur 40 Prozent der Mediziner an, dass ihre Patienten die Erkrankung "gut im Griff" haben. Bei den Patienten selbst glaubten dies allerdings 77 Prozent.

Mit den Symptomen arrangiert?

90 Prozent der befragten Ärzte und Ärztinnen waren weiter der Ansicht, ihre Patienten würden ihre Medikamente nicht immer korrekt einnehmen. Aber nur 39 Prozent der Asthmatiker teilten diese Einschätzung. Während für 89 Prozent der Ärzte das sichtbarste Zeichen für eine nicht beherrschte Erkrankung der häufige Einsatz eines Inhalators war, maßen die Patienten mehrheitlich einer geringen Lebensqualität den höchsten Stellenwert bei der Bewertung ihrer Erkrankung bei.

Die Studie zeige einige wichtige Punkte in Bezug auf den Umgang von Ärzten und Patienten mit Asthma auf, heißt es aus Wissenschaftskreisen. "Patienten würden häufig sagen, es gehe ihnen gut. Wenn der Arzt aber die richtigen Fragen stellt, zeigt sich oft, dass ihr Zustand gar nicht so gut ist und dass sie sich eher mit ihrer Situation und ihren Symptomen arrangiert haben", weiß Jonathan Field, Direktor der Asthma-Klinik an der Universität von New York.

Quelle: netd, aafa

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