Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Umfrage zu Gesundheitsreform u. Arzt-Wartezimmer

Viele Patienten sind mit der Ausstattung des Wartezimmer bei ihrem Arzt unzufrieden

29.08.2008

Der aktuelle Zustand des österreichischen Gesundheitswesens sorgt seit Monaten für heftige politische Diskussionen. Wie aber denken die Patienten über eine Gesundheitsreform? Im Rahmen der zweiten Umfrage zum Thema "Patientenzufriedenheit in Österreichs Wartezimmern" hat das Institut Marketagent.com im Auftrag von Medscreen die Ängste und Sorgen der Österreicher rund um die geplante Gesundheitsreform unter die Lupe genommen.

Obwohl fast 80 Prozent (78,7 Prozent) der über 450 Befragten der Meinung sind, dass eine Gesundheitsreform in Österreich notwendig ist, befürchten fast ebenso viele (73,5 Prozent) dadurch erhebliche Verschlechterungen in der Gesundheitsversorgung. 50,7 Prozent der Österreicher befürchten etwa, dass sie in Zukunft aufgrund von neuen Regelungen minderwertigere Medikamente erhalten werden. 48,2 Prozent glauben, dass der Arzt weniger Zeit für die Behandlung der einzelnen Patienten haben wird. 38,2 Prozent gehen davon aus, dass in Folge der Gesundheitsreform Ordinationen geschlossen werden müssen und 30 Prozent erwarten, dass die Wartezeiten in Arztpraxen noch länger sein werden. Nur etwa ein Viertel der Österreicher (26,5 Prozent) hat keine Befürchtungen, dass sich durch die Gesundheitsreform an der Qualität der Gesundheitsversorgung etwas verschlechtern wird.

Neben den Erhebungen zu den Themen der Gesundheitsreform hat sich die Studie auch intensiv mit der aktuellen Situation in Österreichs Arztpraxen und der damit verbundenen Patientenzufriedenheit auseinandergesetzt. Aus diesen Ergebnissen geht hervor, dass mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer der Meinung ist, dass Österreichs Ärzte mehr in ihre Arztpraxen investieren müssten. 56,4 Prozent geben an, dass sich in den von ihnen genutzten Arztpraxen und deren Wartezimmern seit vielen Jahren nichts geändert hat und sind der Meinung, dass diese heute modernen Ansprüchen nicht mehr entsprechen. Gerald Buchas, Geschäftsführer von Medscreen und Auftraggeber der Studie: "Für die Ärzte sollte dabei alarmierend sein, dass fast die Hälfte aller Befragten das Wartezimmer als wesentlich mitentscheidend dafür bezeichnen, ob sie einen Arzt weiterempfehlen bzw. erneut besuchen. Alle Ärzte sind also gut beraten, der Ausstattung ihrer Wartezimmer mehr Aufmerksamkeit zu widmen."

Bereits im Rahmen der ersten diesbezüglichen Erhebung im Jahr 2006 war einer der Hauptkritikpunkte der Patienten, dass in den Wartezimmern der Ärzte zu wenig aktuelle Informationsangebote zur Verfügung stehen. Diese Unzufriedenheit ist in den letzten beiden Jahren weiter gestiegen. Haben 2006 "nur" 32,6 Prozent der Studienteilnehmer "keine Infoangebote und aktuelle Tageszeitungen/Magazine" in den Wartezimmern ihrer Ärzte kritisiert, so sind es in der aktuellen Studie bereits 41 Prozent aller Patienten.

Immer mehr Patienten bekunden Interesse an Informationen über Zusatzleistungen ihres Arztes, möchten jedoch über diese und andere Standardfragen wie z. B. "Welche Impfungen sind notwendig?" oder "Welche Leistungen zahlen die Kassen?" bereits während der Wartezeit im Wartezimmer informiert werden (78,3 Prozent).

Da die Ärzte von besser informierten Patienten ebenfalls profitieren, haben Flatscreen-Infosysteme in österreichischen Arztpraxen zuletzt deutlich zugenommen. Über 1.800 Ärzte in ganz Österreich nutzen bereits Medscreen und informieren damit ihre Patienten und bieten ihnen Unterhaltung mit einem für das Wartezimmer angepassten Infotainmentprogramm.

Dabei ist besonders wichtig, dass durch Information im Wartezimmer die wertvolle Zeit beim Arzt selbst besser genutzt werden kann. Denn etwa die Hälfte der Befragten (43,2 Prozent) möchte, dass sich die Ärztin oder der Arzt mehr Zeit für die Behandlung nimmt. Die Patienten gaben im Rahmen der Umfrage an, dass sie 80 Prozent oder mehr ihrer Zeit in der Arztpraxis im Wartezimmer verbringen und nur 20 Prozent bzw. deutlich weniger beim Arzt selbst.

Weitere Hauptärgernisse in Arztpraxen sind für Patienten, wie 41,4 Prozent der Befragten beklagen, unbequeme Sitzgelegenheiten und eine schlechte Lüftung (40,8 Prozent) der Wartezimmer. Aber auch beim Stil der Einrichtung von Arztpraxen scheiden sich offensichtlich die Geschmäcker: Über ein Viertel aller Österreicher (26,8 Prozent) beklagt die "lieblose, veraltete Einrichtung" ihrer Arztpraxen.

Quelle: pts

Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...