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Angst vor dem Arzt sollte aktiv bekämpft werden

So behalten Sie "ruhig Blut" im Wartezimmer

10.04.2008

Für die meisten Menschen ist ein Arztbesuch nichts Besonderes. Man geht hin, weil man medizinische Hilfe braucht und ist froh, dass der Arzt meistens weiß, was zu tun ist. Doch viele Menschen fürchten sich auch, zum Arzt zu gehen. Schon beim Gedanken daran, eine Praxis zu betreten, bekommen sie Herzrasen oder Panikattacken. Am Anfang dieser gefährlichen Spirale steht meist die Furcht vor Schmerzen, erklärt Peter Kanzler, Chefredakteur der "Apotheken Umschau": "Ich denke, dass die meisten Menschen Angst haben, eine Spritze zu bekommen. Bei manchen ist diese Angst eben so ausgeprägt, dass sie dadurch überhaupt nicht mehr zum Arzt gehen wollen. Für viele ist es sogar so schlimm, dass sie Angst haben, in Ohnmacht zu fallen und dadurch einen Kontrollverlust zu erleiden. Experten gehen davon aus, dass etwa acht Prozent der Bevölkerung Angst haben, zum Arzt zu gehen, aber die Dunkelziffer ist viel viel höher."

Wenn man ein paar Wochen oder Monate nicht zum Arzt geht, bleibt das in der Regel ohne Folgen. Doch wer sich Jahre lang nicht behandeln lässt, riskiert gesundheitliche Probleme, die bei einer früheren Diagnose besser hätten behandelt werden können.

Am besten, man lässt es erst gar nicht so weit kommen und überwindet seine Angst. Oft kommt man mit eigener Kraft aus der Sackgasse heraus. Chefredakteur Kanzler: "Stellen Sie sich der Angst. Schaffen Sie günstige Rahmenbedingungen, planen Sie genügend Zeit ein, entspannen Sie sich und belohnen Sie sich, wenn Sie einen Arztbesuch überstanden haben. Und ganz wichtig: wenn Sie eine Phobie haben, dann ist eine therapeutische Hilfe unverzichtbar."

Wer Angst vor einer medizinischen Behandlung hat, sollte dies dem Arzt möglichst sagen, empfiehlt die "Apotheken Umschau". Die meisten Mediziner reagieren verständnisvoll und behandeln solche Patienten dann besonders rücksichtsvoll. Wer merkt, dass er sich bei seinem Arzt nicht wohl fühlt, sollte besser zu einer anderen Praxis wechseln.

Quelle: Apotheken Umschau

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