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Angst vor dem Zahnarzt

Zahlreiche Methoden können sowohl Angst als auch Schmerzen lindern

22.06.2006

Schwitzen, Zittern, Atemnot - diese Symptome kennen viele Menschen, wenn sie auf dem Behandlungsstuhl beim Zahnarzt Platz nehmen. Rund 60 bis 80 Prozent der Bevölkerung haben Angst vor dem Zahnarztbesuch. Bis zu 20 Prozent gelten als hochängstlich, und 5 Prozent vermeiden deshalb den Besuch beim Zahnarzt völlig.

Menschen, die Angst vor einer Zahnbehandlung haben, sollten dies auf jeden Fall dem Zahnarzt mitteilen! So kann er sich bei der Behandlung gezielt auf den Patienten einstellen oder bei einer starken Ausprägung der Angst auch eine entsprechende Therapie in die Wege leiten.

Ängstlichen Patienten hilft es oft schon, wenn sie der Zahnarzt vor der Behandlung genau über den Ablauf aufklärt. "Die Beschreibung jedes einzelnen Behandlungsschritts, kleine Behandlungspausen, eine kleine Warnung vor unangenehmen Situationen können das Angstgefühl in den meisten Fällen erheblich reduzieren. Der Zahnarzt sollte dem Patienten immer die Möglichkeit geben, Einfluss auf die Behandlung nehmen zu können", sagt Professor Thomas Attin, Direktor der Klinik für Präventivzahnmedizin, Parodontologie und Kariologie an der Universität Zürich.

Hochängstlichen Patienten hilft am besten eine psychotherapeutische Behandlung, ihre Angst zu überwinden. Dies haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt. Mittelfristig können rund 70 Prozent dieser Patienten geheilt werden. Auch hypnotische Techniken können wesentlich zur Unterstützung der Behandlung beitragen. Der Einsatz von Medikamenten zur kurzfristigen Verminderung des Angstgefühls oder von Schmerzen erlaubt zwar eine zahnärztliche Behandlung von Angstpatienten und ist nicht immer zu vermeiden. Eine Verminderung der Zahnbehandlungsangst oder eine Heilung der Angsterkrankung ist aber dadurch nur in Ausnahmefällen möglich.

Werden Erkrankungen an Zähnen und Zahnfleisch frühzeitig erkannt, ist in der Regel eine schonende Behandlung möglich - meistens ohne Schmerzen. Daher sind die Überwindung der Zahnbehandlungsangst und der regelmäßige Zahnarztbesuch zweimal im Jahr zur Kontrolle enorm wichtig! Außerdem gibt es heute in der Zahnmedizin schmerzarme Diagnose- und Behandlungsverfahren. Wird Karies frühzeitig entdeckt, kann sie minimalinvasiv, das heißt ohne umfangreiche und schmerzende Behandlungsverfahren, therapiert werden. Neuere, allerdings noch in der wissenschaftlichen Untersuchung befindliche Verfahren wie die Anwendung von Ozon versprechen eine schmerzfreie Behandlung. Wertvolle Zahnsubstanz bleibt so erhalten. Gleichzeitig bieten moderne Diagnoseverfahren zur Entdeckung der Karies wie beispielsweise die Anwendung von Lasern schonende Diagnoseoptionen. Die Annahme, dass ein Zahnarztbesuch zwangsläufig mit Schmerzen verbunden sei, ist heutzutage längst überholt und entspricht nicht mehr dem neuesten Stand in der Zahnmedizin. "Moderne Zahnärzte arbeiten prophylaxeorientiert und legen das Hauptaugenmerk darauf, Erkrankungen an Zähnen und Zahnfleisch gemeinsam mit dem Patienten zu vermeiden", erläutert Professor Attin.

Ebenso wichtig wie die regelmäßigen Zahnarztbesuche ist eine sorgfältige Zahn- und Mundpflege zu Hause, für die der Zahnarzt oder seine Prophylaxehelferin wertvolle Tipps gibt. Erkrankungen wie Karies oder Parodontitis (Zahnbettentzündung) kann man so wirkungsvoll vorbeugen und dazu beitragen, dass der Besuch beim Zahnarzt eine reine Kontrolluntersuchung bleibt.

Quelle: dgk

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