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Allergiker sollten ihre Wäsche heiß waschen

Ökologische Gesichtspunkte contra Gesundheitsaspekt

23.05.2007

Umweltorganisationen propagieren aufgrund der Energieersparnis das Wäschewaschen bei niedrigeren Temperaturen. Nun haben koreanische Mediziner entdeckt, dass zahlreiche Allergene wie etwa Hausstaubmilben einen solchen lauwarmen Waschgang problemlos "überleben". Nur sechs Prozent der Hausstaubmilben wurden bei 30 und 40 Grad getötet, erst bei 60 Grad waren es 100 Prozent. Das berichten Mediziner der American Thoracic Society in San Francisco.

Für Allergie-Experten sei diese Nachricht nicht neu, erklärt dazu Beatrix Tichatschek, Geschäftsführerin des Allergiezentrums Wien-West. "Wir raten Hausstaub-Allergikern bereits seit Jahren, ihre Wäsche bei 60 Grad zu waschen." Für Textilien, die eine solche Temperatur nicht vertragen - wie etwa Wolle - gebe es chemische Zusätze, um die Milben zu töten. "Dabei handelt es sich um Insektizide, die bereits bei 30 Grad ihre Wirkung entfalten", erklärt die Expertin. Bei anderen Allergenen wie etwa Tierallergien bestehe kein Problem. Die Medizinerin meint, dass Allergiker diesen Rat dringend annehmen sollten.

In der Studie der Forscher wurden auch verschiedene Waschmittel und -pulver getestet - darunter auch jene, die so genannte Enzyme enthielten. Bei 30 und 40 Grad wurden zwischen 6,2 und 6,5 Prozent der Hausstaubmilben getötet. Das Gleiche galt allerdings auch bei anderen Allergenen: So wurde Wäsche in einem Haushalt mit Hund bei 30, 40 und 60 Grad gewaschen und auf Hautschuppen - auch ein Allergen - untersucht. Bei den niedrigen Temperaturen blieben mehr als 40 Prozent dieser Hautschuppen immer noch in der Wäsche. Selbst bei 60 Grad blieben immer noch zwölf Prozent zurück. Auch Pollen gehören nach den jüngsten Untersuchungen zum hartnäckigen Schmutz. Allerdings konnten diese bereits bei 40 Grad zum großen Teil ausgewaschen werden.

Umweltschutzorganisationen hatten immer wieder dazu aufgerufen, Wäsche bei niedrigeren Temperaturen zu waschen, da moderne Waschmittel und ein geringerer Verschmutzungsgrad auch bei 30 oder 40 Grad zum Erfolg führen würden. Ein Waschgang von 40 statt 60 Grad spart ein Drittel der Energiekosten. Selbst die Entscheidung mit 30 statt mit 40 Grad zu waschen, kann 40 Prozent der Energie einsparen. Die koreanischen Forscher haben übrigens auch für Allergiker, die energiesparend waschen wollen, eine Lösung gefunden: Wenn man Kleidungsstücke nach einem 30-Grad-Waschgang drei bis vier Mal unter kaltem Wasserdurchspült, ist das Ergebnis ebenso gut wie ein 60-Grad-Waschgang.

Kritik an der Studie kam seitens der Waschmittelhersteller. "Die Hausstaubmilben selbst sind ja gar nicht das Problem, sondern die Proteine in ihrem Kot. Und diese können mit jedem modernen Waschmittel bei 30 oder 40 Grad ausgewaschen werden", meint John Bailey von Procter & Gamble, einem der größten Produzenten. Um die Milben als Ganzes zu entfernen, müsse man die Wäsche anders behandeln.

Quelle: pt

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