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VKI warnt vor Allergietests aus dem Internet

Für keinen einzigen der zehn untersuchten Tests kann vom VKI eine Empfehlung ausgesprochen werden.


07.11.2017

Bildquelle: VKI
Viele Menschen glauben, dass sie unter einer Nahrungsmittel- allergie leiden. Tatsächlich trifft das aber auf die wenigsten zu. Um darüber Gewissheit zu erlangen, sollte die Situation von einem Arzt abgeklärt werden. Doch einige Konsumenten vertrauen auf eine schnellere Variante - sie testen sich lieber selber. Mit einem Set aus dem Internet wollen sie überprüfen, ob sie unter einer Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit leiden. Dass dies keine so gute Idee ist, hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) jetzt anhand von zehn Produkten herausgefunden, von denen kein einziges empfohlen werden kann.

Die großen Supermarktketten und Diskonter haben das Geschäft mit laktose- oder glutenfreien Lebensmitteln längst entdeckt. In den Supermärkten füllen diese Produkte ganze Regalreihen. Viele geben ihr Geld allerdings unnötigerweise für die teuren Spezialprodukte aus, sagt der VKI. Denn: Gerade einmal drei Prozent der Bevölkerung sind von einer Nahrungsmittelallergie betroffen. Deutlich höher ist allerdings der Anteil bei Fruktoseunverträglichkeit und Laktoseintoleranz. Von den Erwachsenen sind jeweils 10 bis 15 Prozent davon betroffen. Unter einer echten Zöliakie leiden dagegen nur 0,1 Prozent der Österreicher. Für Menschen, die bestimmte Lebensmittel nicht vertragen, ist es deshalb wesentlich zu wissen, ob sie an einer Allergie leiden oder nicht. Ein Arztbesuch könnte hier Klarheit schaffen.

Lassen sich Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten überhaupt mit diesen Tests bestimmen? Um das herauszufinden, hat der VKI in Kooperation mit dem Floridsdorfer Allergiezentrum (FAZ) in Wien zehn verschiedene Produkte unter die Lupe genommen, die im Internet angeboten werden. Die Tests wurden von jeweils zehn Testpersonen angewendet. Das Ergebnis der Untersuchung fiel ernüchternd aus. Für keinen einzigen der zehn Tests kann vom VKI eine Empfehlung ausgesprochen werden. Sechs Produkte lieferten sogar derart haarsträubende Ergebnisse, dass der VKI empfiehlt, die Finger davon zu lassen. Wer diesen Testergebnissen folgt, riskiert unter Umständen massive gesundheitliche Probleme.

Die ausführlichen Testergebnisse sind online auf www.konsument.at abrufbar sowie ab 23. November 2017 in der Dezemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

Quelle: VKI

 
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