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Ärzte-Betreuung besser bei Reichtum & Schönheit ?

Ärzte müssen jedem Patienten gleiche Behandlung ermöglichen

09.10.2006

Wer sichergehen will, von seinem Arzt oder seiner Ärztin die bestmögliche Behandlung zu bekommen, sollte vor Besuch der Ordination noch einen prüfenden Blick in den Spiegel werfen. Denn das äußere Erscheinungsbild des Patienten soll aktuellen Erkenntnissen zufolge Einfluss darauf nehmen, wie sehr sich Mediziner ins Zeug legen. Dass vor allem wohlhabend wirkende Patienten gegenüber eher schlicht gekleideten Menschen im Vorteil sein können, wollen britische Wissenschafter in ihrer Studie herausgefunden haben.

Dies könne ein Grund dafür sein, wenn reicheren Patienten mitunter bessere medizinische Versorgung zuteil wird, glauben Dermot O’Reilly und sein Team von der Queen’s University in Belfast. Die Forscher wollen ihre Studie aber keineswegs als Ansporn dafür verstanden wissen, sich vor dem Arztbesuch extra in Schale zu werfen. Vielmehr kritisieren sie die Tatsache, dass manche Mediziner besser situierten Patienten allem Anschein nach mehr ärztlichesEngagement entgegenbringen. Ärzte sollten sich bemühen, allen Patienten eine gleichwertige Behandlung zukommen zu lassen, rufen die Wissenschafter in Erinnerung.

Unbewusste Einschätzung?

O'Reilly und sein Team machten Fotos von 300 Patienten, die in ihrer äußeren Erscheinung entweder einen wohlhabenden oder einen sozial weniger begünstigten Eindruck erweckten. Diese Bilder wurden 30 praktischen Ärzten und Ärztinnen vorgelegt. Mehrheitlich stuften die Mediziner jene abgebildeten Patienten, die einen besseren sozialen Hintergrund vermuten ließen, im Vergleich als "attraktiver" ein. Die Wissenschafter glauben, dass diese Einschätzung des Gegenübers entlang von äußerlichen Kriterien auch in der persönlichen Begegnung zwischen Arzt und Patient eine wesentliche Rolle spielt.

"Die ärztliche Beratungvon Menschen mit schwächerem sozioökonomischen Hintergrund istin der Regel kürzer, diese Patienten bekommen weniger Information und seltener Medikamente verschrieben", kritisiert O'Reilly. Obwohl es keinesfalls wünschenswert sei, sein Gegenüber nach dem äußeren Erscheinungsbild zu beurteilen, gäbe es doch überzeugende psychologische Erklärungen dafür, warum Menschen dazu neigen. Ärzte und medizinisches Personal sollten sich diesen Umstand vergegenwärtigen und bewusst dagegen angehen, damit ohnehin schon benachteiligte Patienten nicht noch mehr an den Rand gedrängt werden.

Quelle: bbc

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